Weiter Finanzstreit ums 49-Euro-Ticket – WELT

Fahrgäste in Regionalexpress-Zügen der Deutschen Bahn.  Bund und Länder diskutieren weiter über die Finanzierung eines geplanten 49-Euro-Tickets für den Nahverkehr. Fahrgäste in Regionalexpress-Zügen der Deutschen Bahn.  Bund und Länder diskutieren weiter über die Finanzierung eines geplanten 49-Euro-Tickets für den Nahverkehr.

Fahrgäste in Regionalexpress-Zügen der Deutschen Bahn. Bund und Länder diskutieren weiter über die Finanzierung eines geplanten 49-Euro-Tickets für den Nahverkehr.

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa

Tatsächlich gibt es mehr Einigkeit: Das beliebte 9-Euro-Ticket aus dem Sommer soll einen Nachfolger bekommen. Aber gerade beim Geld gibt es noch ein Problem. Wann wird das Leuchtturmprojekt tatsächlich umgesetzt?

uBundesweit wird weiterhin um die Finanzierung eines geplanten 49-Euro-Tickets für den Nahverkehr gestritten. Der Eisenbahn- und Verkehrsverbund (EVG) hat vor Kürzungen bei Bahn und Bus gewarnt, wenn diese nicht ausreichend vom Bund finanziert werden. Martin Burkert, Chef der Deutschen Nachrichtenagentur EVG, sagte: „Was man nicht machen sollte, ist, dass man Fahrdienste storniert, das wäre ein klimapolitischer Totalschaden in unserem Land.“ Bundesverkehrsminister Volker Wessing (FDP) hat vorerst keine weiteren Zusagen gemacht. Er hat sich trotz noch offener finanzieller Fragen für den Start des neuen Angebots eingesetzt.

„Heute weiß niemand genau, wie viel es kosten wird, das 49-Euro-Ticket im nächsten Jahr einzuführen“, sagte Wessing der „Welt am Sonntag“. Wir werden es nicht vor 2024 wissen. “Dann wollen wir mit den Ländern über das Ticket und andere Entwicklungen sprechen.” Deshalb müssten sich jetzt alle “an die Arbeit machen” und den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz zur Einführung schnellstmöglich umsetzen. Zu den beliebten 9-Euro-Tickets aus dem Sommer soll im neuen Jahr ein „Deutschland-Ticket“ für Busse und Bahnen im Nahverkehr zum Einführungspreis von 49 Euro pro Monat kommen. Der Starttermin ist noch offen, die Länder streben den 1. April an.

Doch noch immer gibt es einen finanziellen Streit: Die Verkehrsminister der Länder kündigten Ende November an, dass sie erwarten, dass der Bund die möglichen Mehrkosten zu gleichen Teilen auf Bund und Länder aufteilt und gemeinsam trägt. Generell haben sich Bund und Länder darauf verständigt, jährlich bis zu drei Milliarden Euro zu finanzieren, um die Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen auszugleichen. Der Bund will auch seine laufenden Mittel aufstocken, mit denen die Bundesländer Leistungen bei Verkehrsunternehmen bestellen.

Gewerkschaftspräsident Burkert sagte, wenn das 49-Euro-Ticket am 1. April eingeführt werde, würden die Kosten ein halbes Jahr später bewertet. Gegebenenfalls soll die Bundesregierung anrufen. Der öffentliche Personennahverkehr soll weiter ausgebaut werden. Auch ausreichend Personal ist unabdingbar. “Das neue 49-Euro-Ticket muss vom Personal akzeptiert werden.” Ein 9-Euro-Ticket führte im Sommer zu einer Überfüllung.

Das Ergebnis war eine hohe Krankheitsrate, die in großen Gebieten manchmal 30 Prozent überstieg. Dabei hätten sich schon lange mehr als sechs Millionen allein bei der Deutschen Bahn angesammelt – etwa bei Lokführern, Transporteuren und Zugbegleitern. Die Folge ist die Stornierung von Reisen. „Es fehlt einfach massiv an Arbeitskräften“, sagte Burkert.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte am Sonntag, in den vergangenen Jahren seien so viele neue Mitarbeiter eingestellt worden wie nie zuvor, es habe umfangreiche Personalaufstockungen gegeben. In diesem Jahr wird es eine Rekordeinstellung von mehr als 26.000 neuen Mitarbeitern geben. “Grund für den hohen Personalbedarf ist der demografische Wandel, beispielsweise die Erneuerung der alternden Bevölkerung, sowie das Wachstum des Unternehmens.”

CEO Richard Lutz sagte weitere Investitionen zu, um die Probleme mit Stornierungen und Verspätungen zu reduzieren. „Ich verstehe einen gewissen Unmut“, sagte er dem „Tagspiegel“. Von seinen Ansprüchen ist man nun weit entfernt. Lutz versprach Verbesserungen bei der Zuverlässigkeit. „In diesem Jahr werden weniger als 70 Prozent der Fernzüge pünktlich sein“, sagte er. „Für 2023 haben wir uns deutlich über 70 Prozent vorgenommen.“ Ähnlich äußerte sich Infrastrukturvorstand Berthold Huber in der „Welt“.

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