Unterspülung am Tagebau, Demo-Konzert verlegt : Akute Lebensgefahr in Lützerath! | Regional

Lutzerath – Der Konflikt um das von Klimaaktivisten besetzte Dorf Lützerath am Rande des Rheinischen Tagebaus eskaliert – eine Evakuierung könnte in wenigen Tagen beginnen.

Am Sonntag wollten Klimaaktivisten ihre Protestaktionen präsentieren und die Band AnnenMayKantereit auftreten. Jetzt gibt es Schraubenschlüssel werfende Wassermengen in Arbeit! Lebensgefahr!

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Chronik eines Dorfes Lützerath und die Kohlenschlacht

Am Rande des Dorfes befindet sich der Grund des Wassers am Rand des Tagebaus. Dadurch bestehe im Bereich darüber große Lebensgefahr, warnte die Polizei.

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Die Überschwemmungen wurden verursacht, als Wasser aus einem Rohr austrat. Wie es dazu kam, wird derzeit untersucht.

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So sei das für den Abend geplante Konzert der Kölner Band AnnenMayKantereit in Absprache mit dem Veranstalter auf ein anderes Gelände verlegt worden, sagte ein Polizeisprecher. „Lützerath muss warten. Deshalb spielen wir sonntags dort“, schrieb Sänger Henning May auf Instagram.

Die für Mittag geplante Pressekonferenz der Klimaaktivisten in Lützerath muss nicht verlegt werden.

Luisa Neubauer an

Luisa Neubauer am Sonntag beim “Dorfspaziergang” in Lützerath – sie wollte sich gegenüber BILD nicht äußern

Foto: Tim Specks

Auch Klimaaktivistin Luisa Neubauer kam zum “Dorfspaziergang” – Lützerath besteht nur aus ein paar ehemaligen Wohnungen und Bauernhäusern. Sie bat auch Unterstützer zu kommen. „In Lützerath ist die Grenze zum Weitermachen erreicht“, sagte Neubauer. “Die Politik traut sich noch nicht, das anzuerkennen, die Zivilgesellschaft schon.” Die Kohle muss im Boden bleiben. „Seit Jahren erleben wir die Auswirkungen des Klimawandels. Im Sommer 2022 wüteten schwerste Waldbrände in ganz Europa. Die Zerstörung, die die deutsche Politik und Wirtschaft bis heute umtreibt, muss gestoppt werden.“

Viele Aktivisten versammeln sich am Sonntag in Lützerath

Viele Aktivisten versammeln sich am Sonntag in Lützerath

Foto: dmp-press / Roeger Ralf

Auch am Samstag reisten wieder viele Aktivisten nach Lützerath. Shuttle-Busse brachten sie von nahe gelegenen Bahnhöfen in das unwegsame Gelände. In einem Lager auf einem Feld in der Umgebung von Keyenberg wurden mehrere neue Zelte aufgestellt.

Unter dem Hashtag #LuetzerathUnraeumbar riefen Initiativen in sozialen Netzwerken dazu auf, sich am Widerstand gegen die Räumung zu beteiligen. Auf den Straßen von Lützerath wurden zusätzliche Barrikaden errichtet, unter anderem stellten Aktivisten Gasflaschen in die Fahrspuren, damit diese nicht überquert werden konnten.

Der Energiekonzern RWE will Lützerath im Rheinland aufreißen, um unten die Kohle abzubauen. Dies sei notwendig, um die Energieversorgung sicherzustellen, so der Konzern. Die offene Mine liegt in der Nähe der bereits vorhandenen Gebäude.

In der Kleinstadt lebende Aktivisten haben Widerstand angekündigt, doch die schwarz-grüne Landesregierung von NRW will, dass die Polizei das Dorf räumt – womöglich in wenigen Tagen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. Die Landesregierung gibt an, den Kohleausstieg um acht Jahre bis 2030 vorzuziehen.

Mit Ziegeln Klimatisches Chaos bereitet sich auf einen Polizeikampf vor

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