Trigema-Chef Wolfgang Grupp rechnet mit Karstadt und Kaufhof ab

Trigema-Geschäftsführer Wolfgang Grupp.

Trigema-Geschäftsführer Wolfgang Grupp.
Sebastian Gollnow/Fotolink über Getty Images

Trigema-Geschäftsführer Wolfgang Grupp unterhielt einen Account bei Karstadt und Kaufhof im Podcast.

„Karstadt schenke ich schon lange nicht mehr. Kaufhof aber sicher nicht“, sagte er im „OMR Podcast“.

Mit solch chaotischen Kunden braucht er keine Geschäfte zu machen.

Trigema-Geschäftsführer Wolfgang Grupp unterhielt einen Account bei Karstadt und Kaufhof im Podcast. „Karstadt schenke ich schon lange nicht mehr. Kaufhof aber sicher nicht“, sagte er im „OMR Podcast“. Mit solch chaotischen Kunden braucht er keine Geschäfte zu machen. „Karstadt ist für mich ein typisches Beispiel, wo ich sage: Das hat nichts mit der Arbeit meines Unternehmens zu tun“, so Grupp weiter.

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Karstadt, heute im Besitz des Konsortiums Galeria Karstadt Kaufhof (GKK), steckt seit Jahren in Schwierigkeiten. Nur die GKK wird Ende Oktober dieses Jahres Insolvenz anmelden, ein Drittel ihrer 131 Filialen wird geschlossen.

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Deshalb gibt es Streit zwischen Galeria Karstadt Kaufhof und dem Investor, der die 47 Filialen übernehmen will.

Karstadt und Kaufhof gehörten zu seinen Kunden

Zu seinen Kunden zählten in der Vergangenheit jedoch „Ladenkönige“ wie Karstadt und „Postschulkönige“ wie Quelle. „Als diese Kunden immer weiter ausfielen, wurde mir klar, dass ich das Geschäft der Vermarktung irgendwann selbst übernehmen müsste – teilweise. Ganz nach dem Motto: Wenn ich einen Koch habe, der das Essen verweigert, gibt es nur eins: sterben oder selber kochen“, sagt Grupp in „OMR“.

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40 Prozent des Umsatzes macht Trigema laut eigenen Angaben über den eigenen Online-Shop. Weitere 40 Prozent aus Teststores, von denen das Unternehmen insgesamt 42 betreibt. Die restlichen 20 Prozent des Umsatzes kommen von verschiedenen Kunden. Der Jahresumsatz des Unternehmens liegt bei 100 Millionen Euro, obwohl noch immer im teuren Produktionsbereich in Deutschland produziert wird.

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“Ich denke, dass Amerika nicht ganz unschuldig ist” – der Chef der Trigema Wolfgang Grupp machte die USA für den Krieg in der Ukraine verantwortlich.

Trigema ist rot

Wolfgang Grupp übernahm 1969 das Textilunternehmen Trigema von seinem Vater. Damals, erzählt er uns, war es tiefrot. Sein Vater hatte das Geschäft geändert und selbst übernommen. Grupp passte es an, indem er sich auf das konzentrierte, wofür sich Trigema seit langem einsetzt: die Herstellung von Kleidung.

Trigema hat seinen Sitz in Burladingen, einer Stadt mit nur 15.000 Einwohnern in Baden-Württemberg. Dort gebe es 26 Textilunternehmen, sagte Grupp im „OMR Podcast“. Davon haben mittlerweile aber 25 Insolvenz angemeldet.

LS

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