Sport-Union Neckarsulm zieht die Reißleine: Logvin und Husers freigestellt

Die Sport-Union Neckarsulm verhandelt derzeit nicht mit den BVB-Handballerinnen Amelie Berger und Mia Zschock

Gerhard Hussers (links) und Tanja Laguin Foto: Alexander Bertok

Die Sport-Union Neckarsulm hat es am vergangenen Wochenende am Montagabend offiziell gemacht: Nach einer enttäuschenden Hinrunde trennt sich der Verein von Bundesliga-Trainerin Tanja Lagwin und Sportvorstand Gerhard Hussers. „Die Sport-Union Neckarsulm dankt Tanja Logwin und Gerhard Hussers für die geleistete Arbeit und gemeinsame Zeit im Verein und wünscht beiden für die Zukunft alles Gute“, hieß es nüchtern.

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Der bisherige Co-Trainer Mart Alderink hat am Montagabend das Training des Handball-Bundesligisten übernommen und übernimmt ab sofort kommissarisch die Geschicke der Sport-Union.

Die Sport-Union zieht die Neckarsulmer Reißleine: Logwin und Husaren entlassen

Aus der zweiten Reihe in die Verantwortung: Der frühere Co-Trainer Mart Alderink ist nun Cheftrainer des Neckarsulmer Bundesligisten. Mit ihm soll die Trendwende gelingen und es müssen wichtige Punkte gesammelt werden, um in der Liga zu bleiben. Foto: Archiv/Seidel Foto: Seidel, Ralph

Alle Parteien können sich weiterhin sehen

Die sportlichen Leistungen waren so schlecht, dass die Amtsinhaber die Fortführung des Business as usual in der aktuellen Konstellation sehr enttäuschend mit eigenen Behauptungen rechtfertigten, die spielerischen Leistungen der vergangenen Monate seien enttäuschend gewesen. Ein Trainerwechsel schien nach der 24:31-Niederlage und einem unblutigen Auftritt in Zwickau unausweichlich. Das stark angeschlagene Verhältnis zwischen Laguin und dem Team ist nicht mehr zu reparieren, wie in Sachsen erneut deutlich wurde.

Ohne den Trainer wäre die Arbeit ihres Partners Gerhard Hüsser als sportlicher Leiter illusorisch gewesen, nun ist für beide das Kapitel Neckersalm beendet. Am Montagnachmittag informierte er bei einem Treffen mit Vorstandsvertretern offiziell über seine Freilassung. „Die Verhandlungen waren sehr ehrlich und fair“, berichtet Sport-Union-Geschäftsführer Kai Stettner bei Open Exchange. Nicht mit Groll aufbrechen, sagt der 30-Jährige.

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Tanja Logwin

Sport-Union schweigt zu Details der Trennung

Im September 2021 verlängerte Sport-Union Laguins Vertrag vorzeitig bis 2025; Wie Neckarsulms Vorstandsvorsitzender Rolf Härdtner bei Hussers Inthronisation verriet, hatte Hussers zudem einen „aber sehr bescheidenen Vertrag“, zu den Details der Trennung wollte sich Geschäftsführer Stettner nicht öffentlich äußern.

Nach sieben Spielen als Interimstrainer im Jahr 2018 übernahm Laguin ab der Saison 2020/2021 das Kommando in seinem Rückspiel im Unterland, nachdem die Husaren im Frühjahr des Vorjahres als Doerr offiziell vorgestellt worden waren. Dazu kommen die ehrgeizigen Pläne und nach vielen vielversprechenden Neuverpflichtungen im Sommer auch die Vorfreude auf die laufende Saison, die idealerweise in der Europapokal-Qualifikation gipfeln soll.

Der Abwärtstrend hat seit Dezember nicht aufgehört

Doch nach dem frühen Erfolg des ersten Spieltages in Wieblingen kamen immer weniger zusammen. Verletzungen, die EM-Pause im November und Balleis Ersatz ohne Heimspiele lieferten Alibis für unerwartet schwache Leistungen und fehlendes langfristiges Erfolgserlebnis.

Aber spätestens dann konnten Tanja Loguin und ihr Team mit den Husaren nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie sich nicht vertragen und wohl auch nie miteinander vertragen würden. Unzufriedenheit breitete sich aus, Gerüchte verbreiteten sich, Fans rebellierten. Das Team konnte – oder wollte – auf dem Feld nicht antworten, konnte also die Abwärtsspirale nicht stoppen.

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Neckarsulmer Handball baut fürchterlich wackelig auf

Der Verein will Sicherheit und Stabilität schaffen

Wie es nach dem Aus des branchenweit bestvernetzten Duos weitergeht, ist eine der spannendsten Fragen, die es in den nächsten Wochen in Neckarsulm zu beantworten gilt. „Zunächst geht es darum, die Mannschaft in den kommenden Tagen abzusichern“, sagte Kai Stettner, „das hat natürlich Priorität“.

Währenddessen läuft im Hintergrund die Planung für die Zukunft. Stettner betonte, es sei wichtig, wieder Stabilität im Klub zu erlangen. Die Suche nach einem neuen Sportdirektor soll auch davon abhängen, für welche Lösung sich der Klub für den Trainerposten entscheidet.

Beeilen Sie sich nicht, die Frage des Trainers zu beantworten

Mit bisherigem Co-Trainer Mart Alderink soll die Trendwende kurzfristig gelingen. „Wenn einer die Mannschaft und das Umfeld begeistern, echte Aufbruchsstimmung erzeugen kann, dann Mart“, ist der Leiter der Handballabteilung, Christian Sapp, überzeugt. “Er lebt und liebt diesen Sport.”

Der Niederländer, der am Montagabend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, werde Sporting Skills nun „bis auf weiteres“ übernehmen, teilte der Klub mit. Ob Alderink bei günstigen Ergebnissen auch eine dauerhafte Lösung sein könnte, wollte Stettner nicht ausschließen. Bis zu einer endgültigen Entscheidung hält sich der Verein alle Optionen offen.


Im Württembergliga-Team gab es keine Veränderungen

Mit dem Aufstieg von Mart Alderink wird die Frage der Ausbildung der Bundesliga-Handballer wohl bis Saisonende geklärt sein. Doch gleichzeitig klaffte eine Lücke bei den Württembergliga-Frauen, für die der Niederländer bisher verantwortlich war. „Wir versuchen, beide Aufgaben möglichst gut unter einen Hut zu bringen“, sagt Neckarsulms Handball-Abteilungsleiter Christian Sapp.

“Sollte es zu Überschneidungen kommen, werden Branko Dobricic und ich uns wie bisher darum kümmern.” Auch für den Mittelfeldspieler der U23 erwartet der Ressortchef insgesamt positive Effekte, da nun leichter Deals über die Ablöse von Spielern aus dem Bundesliga-Kader gemacht werden können und die Mannschaft regelmäßig verstärkt werden kann.



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