Schweden drückt auf Gewinn – Symrise fällt nachbörslich

Symrise hat am Freitagabend seine vorläufigen Ergebnisse veröffentlicht. Trotz starkem Umsatzwachstum von 28 Prozent ging es im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Die Aktien des Parfümherstellers fielen im nachbörslichen Handel um mehr als 2 Prozent und machten ihre Gewinne am vorangegangenen Neujahrs-Handelstag wieder zunichte.

Verluste und Investitionen in Schweden schmälern den Gewinn von Symrise im Jahr 2022. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank im vergangenen Jahr nach Angaben des Herstellers um gut zwei Prozent auf 795,4 Millionen Euro. Der Duft wurde am Freitag nach der Börse bekannt gegeben aufgrund vorläufiger Ergebnisse geschlossen. Der Konzern Dax hat für 126 Millionen Euro eine knapp 30-prozentige Beteiligung am Tiernahrungsspezialisten Swedencare notiert. In einer Reihe von Eckdaten betonte Symrise, für 2022 „an einer attraktiven Dividendenprognose festzuhalten“. Die Aktie geriet im nachbörslichen Handel unter Druck.

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Die Symrise-Aktie fiel auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber Xetra um 2,3 Prozent auf 102,55 Euro. Damit ist das kleine Plus des jahrelangen Börsenwachstums fast weg. Zum Vergleich: Dax liegt jetzt bei fast acht Prozent.

Trotz des Textes und der schwedischen Holding ist Symrise von Swedencare, einem Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln für Dinge wie Zahn- und Gelenkpflege, weiterhin überzeugt. Der Anstieg der Schweden litt im letzten Teil des Jahres unter wenigen Bestellungen der Großkunden, da sie ihre großen Lagerbestände für diese Saison reduziert haben. Der Preis von Swedencare ist 2022 um mehr als 80 Prozent gefallen. Allerdings: Von Ende 2016 bis Ende 2021 machte er auch einen Sprung von 2.800 Prozent.

Aufgrund der Ankündigung hat Symrise-CEO Heinz-Jürgen Bertram weiterhin Vertrauen in Swedencare. Insgesamt sieht er im Tiernahrungsmarkt großes Wachstumspotenzial.

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Die Gruppe hat ihr Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln für Haustiere in den letzten Jahren durch die Übernahme von Giraffe Food, Schaffelaarbos und Wing Pet Food ausgebaut. Dieser Geschäftsbereich hat sich zu einem wichtigen Wachstumstreiber entwickelt.

Ohne Verletzungen liegt das operative Ergebnis für Symrise 2022 bei 921,6 Millionen Euro. Das sind 13 Prozent besser als 2021, aber weniger, als Analysten im Netz im Schnitt hatten.

Die Betriebsgewinnmarge – ohne Beeinträchtigung – sank von 21,3 Prozent im Jahr 2021 auf 20 Prozent. Viele Unternehmen spüren jetzt die Folgen der hohen Rohstoffpreise. Sie können Kunden mit hohen Kosten nur bis zu einem bestimmten Limit oder einer Verzögerung übertragen. Das geht zur Seite.

Der Umsatz von Symrise wuchs 2022 stärker als erwartet. Er stieg auf 4,6 Milliarden Euro, nach 3,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Das ist eine Steigerung von knapp 28 Prozent, aus eigener Kraft – also ohne Währungs- und Wechselkurseffekte – beträgt die Steigerung 11,4 Prozent. Details zur Geschäftsentwicklung werden am 8. März mit der Veröffentlichung der vollständigen Zahlen verfügbar sein.

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Mittelfristig will das Unternehmen weiter schneller wachsen als der wichtige Markt. Es wird erwartet, dass der Umsatz um durchschnittlich fünf bis sieben Prozent pro Jahr steigen wird. Die operative Ergebnismarge soll bis Ende des Geschäftsjahres 2025 im Korridor von 20 bis 23 liegen.

Das Wachstum bei Symrise ist gut, aber sinkende Gewinne geben Anlass zum Nachdenken. Symrise steht derzeit nicht auf der Empfehlungsliste von AKTIONÄR.

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