«Sams»-Erfinder Paul Maar wird 85

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Mit seinem „Sam“ begeistert Paul Marr Kinder seit Generationen.

Quelle: Daniel Vogel/dpa

85 Jahre – und von Rente keine Spur: Paul Marr hat gerade einen neuen Band zum Thema „Seams“ veröffentlicht. Und er präsentierte ein Buch für eine große Leserschaft.

NZu Jubiläen gibt es meist Geburtstagsgeschenke. Paul Marr macht es anders. Kurz vor seinem 85. Geburtstag (13. Dezember) machte der „Sams“-Erfinder, Kinderbuchautor und Illustrator den Lesern ein Geschenk: Er veröffentlichte ein neues „Sam“-Buch – und Lesestoff für Erwachsene: „Der Hund mit Flügeln“. Band “Besessen und Erfahren”.

Mar hat dafür Geschichten, Reiseberichte und Gedichte zusammengestellt – voller Freude, Tiefe und Traurigkeit. Das Heft zeigt damit eine unbekannte Seite von Maar, der zu den besten Kinderbuchautoren Deutschlands zählt.

Vor allem die Bücher der „Sams“-Reihe wurden millionenfach verkauft und in unzählige Sprachen übersetzt. Es gibt Filme und Theaterstücke, und in Bamberg, der Schlangenstadt, leuchtet ein roter oder grüner “Sams” sogar eine Fußgängerampel.

Mit Schiefnase, roten Haaren, blauen Strähnchen im Gesicht und einem Taucheranzug erobert diese Figur seit den 1970er-Jahren die Herzen von Kindern – Cheerleadern und Sängern („Ich freue mich, deshalb springe ich wie ein A Affe.”

Gerade ist der elfte Band erschienen – ganz zufällig, wie Marr erklärt: Der Verlag wollte eine Weihnachtsgeschichte für eine Anthologie. Er saß am Computer und schrieb. “Ich habe an andere gedacht.” Also nicht nur eine Geschichte, sondern ein ganzes Buch. Auch sich selbst malte er, diesmal mit dem Fokus auf ein Baby „Sams“: „Ich liebe ihn so sehr.“

Was ist das Geheimnis, Kinder seit Jahrzehnten zu inspirieren? Es gibt noch „Lapel Dream“, „Little Kangaroo“ oder „Little Troll Tujok“. Paul Marr sagt, er schreibe keine Kindheit. Er achtet auf guten Stil und gute Sprache.

Bei der Lesung stellt er fest: „Kinder lachen immer noch an denselben Stellen wie vor 50 Jahren. Und das gibt einem Vertrauen in sein Schreiben.

Und wenn ein junger Leser einen Brief schreibt, kann er sicher sein, dass die Schlange persönlich “und handschriftlich” antwortet.

Ein neues Projekt ist bereits in Arbeit. Der Arbeitstitel “The Witch’s Daughter” handelt von einer weisen und verrückten Hexe, deren Tochter andererseits sehr nett, brav und ausgeglichen ist. Mar lächelt, als er über diesen neuen Kinderbuchstoff spricht, man sieht ihm seine Aufregung an.

Maar, geboren am 13. Dezember 1937, stammt aus Unterfranken. Noch vor wenigen Jahren hat er in seiner Autobiografie „How Everything Came“ über seine Kindheit und Jugend geschrieben.

Der Weg zum berühmten Schriftsteller, Autor von Theaterstücken, Opern und Drehbüchern war alles andere als vorgezeichnet. Sein Vater, ein Meistermaler, glaubte nicht ans Lesen. Vater und Sohn wurden getrennt, nachdem der Vater nach Jahren des Kampfes nach Hause zurückgekehrt war.

Erst durch den Kontakt zu seiner späteren Frau Neal und deren Familie konnte Paul Marr in die Welt der Literatur und Kunst eintauchen. Marr hat Malerei und Kunstgeschichte studiert, einige Jahre als Lehrer unterrichtet, arbeitet aber seit vielen Jahren als freiberuflicher Autor und Illustrator in Bamberg. Mar hat viele Auszeichnungen erhalten und eine Reihe von Schulen wurde nach ihm benannt.

Und natürlich sind die Bamberger besonders stolz auf den berühmten Autor: Sie gratulieren Paul Marr zum 85. Geburtstag – „Und es werden noch mehr kreative Ideen kommen“, sagt Oberbürgermeister Andreas Stark. Man ist stolz darauf, dass „Sams“ ein Bomber ist. „Weil jedes Kind ‚Simmus‘ kennt, nicht nur hier, sondern überall.“

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