Ralf Dümmel entlässt Dutzende Angestellte – das sind die Gründe

Die Verbundenheit mit dem Unternehmen seines ehemaligen Sportlers Georg Kofler hat sich für Ralf Dümmel nicht ausgezahlt. Im Gegenteil: Der Investor hat die laufende Aktivität reduziert.

Investor und Unternehmer ist Ralf Dümmel

Investor und Unternehmer ist Ralf Dümmel „Der Löwe“.
dp

Ralf Dümmel war in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ erfolgsverwöhnt. Streitet er sich mit einem oder mehreren Finanzkollegen um einen Vertrag, gewinnt er meist. Anscheinend wissen die Gründer des Trusts so, wer der Unternehmer ist. Im Hintergrund läuft es für den 55-Jährigen allerdings schon lange nicht mehr rund: Spätestens seit Dümmel sein dortiges Unternehmen – die DS-Gruppe – an seinen ehemaligen Sportler Georg Kofler (Social Chain AG) verkauft hat. Es ist eine chaotische Situation in der Gruppe geworden. Das Geschäft stockt, der Preis des neuen Besitzers ist im Keller.

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Nun hat eine Firma Dümmel die Ergebnisse der Arbeiter erhalten, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Demnach seien fast 30 von rund 500 Stellen abgebaut worden. Das Papier stellt die Gründe für den Zusammenschluss mit der Social Chain AG und die starke Position in der Marketingkampagne vor.

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„Weil sich die weltweite wirtschaftliche und politische Lage verschlechtert, muss unser Unternehmen schweren Herzens mit einigen Mitarbeitern gehen“, sagte ein Sprecher dem Abendblatt. Daher betrifft der Stillstand viele Bereiche der DS-Gruppe, die ihr Geschäft im Verkauf von Food- und Non-Food-Artikeln verkauft. Die Kündigung betrifft laut Lebensmittel Zeitung Mitarbeiter in Vertrieb, Marketing, Logistik und Beschaffung. Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens werden weitere Entlassungen erwartet.

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Trennungsgerüchte wies Dümmel zunächst zurück

Kurz nach der Übernahme durch die Social Chain AG im Oktober 2021 äußerte Ralf Dümmel offen Spekulationen über einen künftigen Stellenabbau. „Im Gegenteil: DS-Gruppe und Social Chain suchen derzeit gemeinsam mehr als 140 Mitarbeiter“, sagte Dümmel damals. Ziel sei es, das operative Ergebnis in den nächsten drei Jahren “nur durch Zusammenarbeit um insgesamt 40 bis 50 Millionen Euro zu verbessern”. Das geht, wie Dümmel vor einem Jahr, nur mit vielen guten Arbeitern.

Allerdings wird der Konzern in diesem Jahr sein wirtschaftliches Ziel verfehlen. Der aktuelle Markt entspricht der Planung für das erste Halbjahr 2022. „Allerdings liegen die Ergebnisse unter unseren Erwartungen“, sagte ein Sprecher der Social Chain AG im Abendblatt. Als Gründe nannte er kriegsbedingte Kosten, Unterbrechungen der Lieferkette und gestiegene Rohstoffpreise.

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Das Unternehmen wolle die Krise auch als Chance nutzen, hieß es. So plant das DS-Team beispielsweise eine Reihe von Energiesparmaßnahmen, die den Verbrauchern helfen sollen, weniger Strom und Wasser zu bekommen. Vielleicht richtet sich der Fokus von Ralf Dümmel ab Frühjahr verstärkt auf „Die Höhle der Löwen“ – dann beginnt die neue Staffel der Ausstellung.

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