Nachwuchsförderung im Fußball – “Müssen von Frankreich lernen”

Jungen im Fußballtraining

Jungs im Fußballtraining (Imago Stock and People)

4:1 gegen Australien, 2:1 gegen Dänemark: Frankreich hat die Fußball-WM in Katar mit zwei Siegen eröffnet und sich bereits für das Achtelfinale qualifiziert. Der Landesweltmeister ist im Spiel. Dagegen kämpft das deutsche Team in der zweiten Vorrunde in Folge.

Einer der Gründe für den anhaltenden Erfolg der Franzosen ist das Jugendförderungssystem. „Die Franzosen haben ein zentraleres System“, sagt Tobias Ascher, Strategieexperte beim Deutschlandfunk. „Deutschland hat ein sehr föderales System, so auch der DFB mit seinen vielen Landesverbänden. Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Und in Frankreich ist die Talentförderung eher darauf ausgerichtet, Talente für den Profifußball hervorzubringen. Und in Deutschland gibt es noch viele andere Leute.“ spielen. Dort, im Klubfußball, gibt es Breitensportinteressen. Interessen sind auch wichtig, aber nicht so wichtig im französischen Fußball.”

Auch Lesen :  FC Bayern-Talent Paul Wanner in Sichtungskader des ÖFB berufen

“Different Incentives” zur Nachwuchsförderung.

In Frankreich betreibt der Verband laut Escher selbst 16 Akademien, in denen die besten Spieler gemeinsam trainieren. “So etwas gibt es in Deutschland nicht. Es gibt viel Vereinsverantwortung. Es gibt fast 400 Stützpunkte in Deutschland. Es geht darum, möglichst viele Talente zu fördern und nicht darum, die besten Talente zu fördern. Da werden verschiedene Anreize gesetzt.”

In Frankreich, so Escher, liegt das Talent an den Akademien vor allem im Alter zwischen 13 und 15 Jahren. „Man geht davon aus, dass man dort am besten lernen kann. In Frankreich sind selbst die kleinsten Faktoren wichtiger. Wenn ein junger Mensch in die Akademie kommt, wird zunächst sein Handgelenk geröntgt, um über sein biologisches Alter hinaus zu sehen. Körperliche Reife. Und dann darf es auch sein.“ Es kann vorkommen, dass ein junger Spieler mit älteren Spielern trainiert oder ein älterer Spieler mit jüngeren.”

Auch Lesen :  Ermittlungen gegen Wagenknecht-Ex | "Exil-Kanzler" sollte Post für Putin überbringen

Strategische Inhalte stehen in Frankreich später im Lehrplan

Escher findet: „Bis zu einem gewissen Grad müssen wir von Frankreich lernen. Das Wichtigste sind die Inhalte. Bei der Ausbildung in Frankreich zum Beispiel stehen die vertiefenden, strategischen Inhalte viel später auf dem Lehrplan, aber das sind sie.“ sehr intensiv. Da ist auch der Eins-zu-eins-Skill sehr gut. Wenn die Jugendlichen in die Akademie kommen, üben sie das ganze Jahr nur Eins-zu-eins-Situationen. Das sieht man auch in Frankreich, weil die viel haben aus körperlich starken Verteidigern, aber auch aus vielen guten Dribblern, die immer eins gegen eins gewinnen können.”

Auch Lesen :  Warntag 2022 als Warnung: Deutschland muss umrüsten

Letztendlich stellt sich die Frage: „Was wollen Sie mit diesem System erreichen? Das französische System ist insofern ehrlicher, als es besagt, dass wir kein großes soziales Ziel verfolgen, sondern Talente für uns schaffen Nation. Team.“

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button