Markus Lanz provoziert Karl Lauterbach – Zuschauer genervt

Markus Lanz leitet Karl Lauterbach ein.

Markus Lanz leitet Karl Lauterbach ein.Bild: ZDF / Markus Hertrich / Markus Hertrich

Bleranda Shabani

Nachdem die Ausgaben vom vergangenen Mittwoch und Donnerstag wegen einer Erkältung des Moderators abgesagt wurden, begrüßt Markus Lanz heute wieder wie gewohnt seine Gäste. Mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach werden Pläne zur Legalisierung von Cannabis besprochen und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Deutschland geprüft.

Die Gäste von Markus Lanz

  • Karl LauterbachBundesminister für Gesundheit (FHM)
  • Kerstin MünsterJournalist (Rheinische Post)
  • Elmar ThevesenJournalist (ZDF)
  • Miriam SteinerJournalist (ZDF)

Olaf Scholz, ein Held in China?

Miriam Steimer kommt aus Peking und berichtet über das abgeschlossene Investment zwischen dem chinesischen Staatsunternehmen Cosco und der Hamburger Hafen und Logistik AG. Cosco übernimmt 25 Prozent eines Terminals im Hamburger Hafen. In China wird dieser Schritt als großer Sieg gefeiert. Scholz wird laut Steimer auch als großer Freund Chinas dargestellt.

Es ist ein weiteres Engagement – ​​von vielen – im europäischen Hafengebiet. Laut Lanz hat China allein zwischen 2006 und 2010 266 Milliarden Euro im Rest der Welt investiert. Wie gefährlich ist das für Deutschland? Und wie wird das Thema im Kabinett diskutiert? „Wir beraten vertraulich im Kabinett“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.

Er kommentierte jedoch immer noch die Fakten in der Show. Er selbst ist weit entfernt von chinesischen Geschäften und hält sich nicht an China. Außerdem ist Deutschland in der Wissenschaft nicht von China abhängig, es hat einen Schatz. Die Beteiligung am Container im Hamburger Hafen ist jedoch kritisch zu sehen und wird als „symbolisch ungünstige Komponente“ bezeichnet. Olaf Scholz wolle laut Lauterbach eine “stabile Achse” mit China pflegen, und das sei strategisch nicht dumm.

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Chinesische Häfen in Mitteleuropa

Der Hamburger Hafen verliert immer mehr Marktanteile an die Häfen Antwerpen und Rotterdam. Es gibt große chinesische Beteiligungen und diese Häfen sind die besten in Bezug auf den chinesischen Warenverkehr. “Hat Hamburg überhaupt eine Wahl gehabt?” fragt Markus Lanz von Elmar Theveßen. Dies liefert eine interessante Analyse. China ist nicht nur aus wirtschaftlichen Interessen beteiligt. Dies sind “harte machtpolitische Interessen” und die Ausbreitung von Autoritarismus:

„Wenn China teilnimmt, wird China Zugang zu den kritischen Daten und der Infrastruktur haben.“

Elmar Thevesen

Deutschland ist also erpressbar, sagt die Journalistin Kerstin Münstermann. Aber nicht nur Deutschland. Australien hat Menschenrechtsverletzungen in China kritisiert und musste sich mit wirtschaftlichen Bedrohungen auseinandersetzen. „Als Litauen anbot, Taiwan ein Büro zu eröffnen, drohte China deutschen Unternehmen wie Continental: Wenn Sie weiter in Litauen produzieren, können Sie Ihre Wirtschaftsbeziehungen zu China sofort einstellen.“, berichtet Thevessen. Wir sind nicht an dem Punkt, an dem es so viele Konflikte gibt wie mit Putin, aber es ist möglich, sagt er.

Legalisierung von Cannabis

Nach der Debatte in China verlagerte sich das Thema auf die Legalisierung von Cannabis. “Die Legalisierung bremst den Konsum bei Jugendlichen. Das ist das kleinere Übel.”legt Lauterbach erste Eckpfeiler der Cannabis-Legalisierung. Der Ampelplan diene dazu, Verbraucherschäden zu begrenzen und den Gesundheitsschutz zu verbessern, fährt er fort. Für den persönlichen Gebrauch sollten bis zu 30 Gramm erlaubt sein.

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Damit beginnt die hitzige Diskussion. „Doktor Karl Lauterbach, Bundesgesundheitsminister und Vater Karl Lauterbach können nicht wirklich glauben, dass die Legalisierung von Drogen eine gute Sache ist“, konterte Moderator Lanz. Lauterbach erklärt, dass mit dem Konsum von Cannabis ein permanentes Risiko verbunden sei und dass die Legalisierung des Konsums den Konsum für alle reduzieren solle. Denn der Konsum ist vor allem für die jüngere Bevölkerung äußerst schädlich:

„Bei jungen Menschen, zwischen 18 und 25, haben wir organisch nachweisbare Veränderungen im Gehirn, irreversible Schäden. Menschen, die jung anfangen, haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe des Lebens eine Psychose zu entwickeln: Angststörungen, schizoide Störungen und Depressionen.“

Markus Lanz scheiterte an den Argumenten von Karl Lauterbach.

Markus Lanz scheiterte an den Argumenten von Karl Lauterbach.Bild: ZDF/Markus Hertrich

Alle Minderjährigen seien von der Legalisierung von Cannabis ausgenommen, stellt Lauterbach immer wieder klar.

Das Problem mit den Schwarzmärkten

Eine Legalisierung des Cannabiskonsums würde die Kontrolle über den Schwarzmarkt sichern, ist Lauterbach überzeugt. Es ist mit einem enormen Rückgang der Schwarzmärkte zu rechnen. Auch sollen weniger Kinder Zugang zu Cannabis haben: “Wenn jetzt ein lizenzierter Händler auf Jugendliche zugeht, kann die Strafverfolgung folgen.”

In der Gruppe stößt er auf wenig Verständnis für seine Argumentation. „Den Schwarzmarkt wird es weiter geben“, sagte Kerstin Münstermann, „wenn die Strafverfolgung bisher nicht funktioniert hat, warum sollte dann die juristische funktionieren?“ Lauterbach erklärt ihr, dass der Preis so gewählt werden sollte, dass sich der Schwarzmarkt nicht mehr lohnt.

Markus Lanz macht Lauterbach Mut

Auch der Gesundheitsminister scheint von seinen eigenen Argumenten nicht überzeugt zu sein. Das merkt auch Moderator Markus Lanz an und wirft ihm vor, nicht selbst hinter dieser Entscheidung zu stehen. „Das ist eine Vermutung“, sagt Lauterbach und erklärt, dass er diese Pläne voll und ganz unterstütze und es eine Überzeugung sein werde. Markus Lanz gibt nicht auf und übertreibt weiter: „Kinder und Jugendliche vor Konsum schützen, indem man ihre Eltern kiffen lässt?“ Diesen Twitter-Nutzern gefiel die Debattenkultur von Markus Lanz nicht:

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„Wenn das Gesetz tatsächlich so kommt wie eben beschrieben, nachdem wir tausendmal darüber diskutiert haben, wird es anders als heute gar keine Jugendlichen mehr geben, die nicht selbst wissen, wie schädlich es für ihr Gehirn ist“, so Lauterbach weiter. „Jeder weiß, dass das noch gemacht wird“, antwortete Elmar Theveßen.

Karl Lauterbach sprach über die Legalisierung von Cannabis.

Karl Lauterbach sprach über die Legalisierung von Cannabis.Bild: imago images / imago images

Letztlich ist eine Einschätzung des zukünftigen Konsumverhaltens nur schwer zu treffen. Der Schutz von Menschen – insbesondere von Kindern und Jugendlichen – sollte im Vordergrund stehen. Inwieweit dies durch die Legalisierung von Cannabis erreicht werden kann, ist außer bei der Umsetzung nicht klar.

Lola Weippert hat eine riesige Fangemeinde auf Instagram. Dort verfolgen über 533.000 Menschen Updates aus ihrem Berufs- und Privatleben. In den letzten Monaten war sie für die Dreharbeiten zu „Temptation Island“ längere Zeit im Ausland. Danach verbrachte sie mit ihrem Freund Eric viel Zeit in New York. Gemeinsam genossen sie ihren Traumurlaub auf den Malediven.

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