Klimaprotest in Wien: Öl-Attacke auf Gemälde von Gustav Klimt | News

Im Leopold Museum Wien |

Ein Ölangriff auf Klimts berühmtes Gemälde

Wien – Klimaaktivisten haben wieder zugeschlagen! Am Dienstag griffen sie ein Gemälde des österreichischen Malers Gustav Klimt im Leopold Museum in Wien mit schwarzer Flüssigkeit an.

Die schwarze Flüssigkeit bedeckt das weltberühmte schwere Ölgemälde…

Es hieß Klimts „Tod und Leben“, sagte Museumssprecher Klaus Pokorny. Ein Sprecher des Museums sagte: „Auf den ersten Blick laufen die Arbeiten gut.“ Restauratoren suchen derzeit nach Schäden.

Die Gruppe “ Last Generation“ twitterte dann ein Video von einem Mitglied, das die schwarze Flüssigkeit auf das berühmte Kunstwerk schüttete.

Während der Aktion hatte auch einer der Aktivisten seine Hand an das Schutzglas geklebt

Während der Aktion hatte auch einer der Aktivisten seine Hand an das Schutzglas geklebt

Foto: Unbekannt/dpa

Die Aktivisten verwiesen auf den staatlichen österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV. „Menschen, die immer noch nach neuem Öl und Gas suchen und bohren, haben Blut an ihren Händen – Sponsorengelder können das nicht wegwaschen“, schrieben sie auf Twitter. Das Unternehmen hatte am vergangenen Dienstag einen Tag der offenen Tür Gefördert durch das Leopold Museum.

Ähnliche Aktionen wurden in diesem Jahr bereits von Klimaaktivisten in verschiedenen Museen durchgeführt. Im Ägyptischen Museum in Barcelona gossen sie farbige Flüssigkeit über eine Vitrine mit einer Mumiennachbildung und auf Gemälde an den umliegenden Wänden. In Madrid hielten sie an einem Werk des Barockmeisters Francisco de Goya fest, in London griffen sie Gemälde von Vincent van Gogh und in Potsdam Claude Monet an. Auch Johannes Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ in Den Haag war Ziel ihrer Angriffe.

“Das ist illegal, das sind Kriminelle”

Nach den anhaltenden Aktivitäten der Klimagruppe „The Last Generation“ und weiteren von den Aktivisten angekündigten Blockaden hat der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl einiges mitgenommen. „Das ist illegal, das sind Verbrecher“, kritisierte der CDU-Politiker am Dienstag in Stuttgart. Die Motivation junger Menschen hält er für weitgehend „irrelevant“. Für Strobl sei es „absolut inakzeptabel“, in Kauf zu nehmen, dass die Rettungsdienste eingestellt und Menschenleben aufs Spiel gesetzt würden. „Dem einen oder anderen geht es vielleicht gar nicht um Klimaschutz, sondern um das Begehen von Straftaten“, sagte Strobl.

Seit Monaten blockiert die Gruppe „Last Generation“ deutschlandweit Straßen und Autobahnen und versucht, „den fossilen Wahnsinn zu stoppen“. Es gab viele Straßenblockaden Geldbußen wird ausgesprochen. (jbr)

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