IS-Anhängerin zurück in Deutschland: Rückholaktionen aus Syrien vorerst beendet

Stand: 02.11.2022 10:31 Uhr

Eine weitere ehemalige IS-Unterstützerin wurde mit ihren Kindern nach Deutschland zurückgeholt. La SWRSoweit bekannt, war dies die letzte Operation dieser Art – obwohl es immer noch Frauen und Kinder in Nordsyrien gibt.

Das Auswärtige Amt hat am Dienstagabend eine weitere ehemalige deutsche Unterstützerin der Terrormiliz “Islamischer Staat” und ihre Kinder aus einem Lager in Nordsyrien nach Deutschland zurückgeholt. Das bedeutet, dass diese Art von Rückholmissionen vorerst vorbei sind.

Eric Beres

auf Wunsch von SWR Das Auswärtige Amt bestätigte die erneute Rückkehrmission. Sie schrieb, dass es immer noch eine mittlere zweistellige Zahl von Frauen und Kindern in Lagern im Nordosten Syriens gibt. Kinder können jedoch nur mit Zustimmung der betroffenen Mütter zurückgegeben werden. Derzeit gibt es also keine weiteren Fälle.

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Nach Auskunft von SWR Im vorliegenden Fall der 31-jährige Zuhl A. aus Hessen. ist, die abends mit zwei Mädchen und zwei Jungen im Alter zwischen fünf und 13 Jahren in Deutschland ankam. Die Familie soll den vorliegenden Informationen zufolge über Katar nach Deutschland ausgereist sein. Die zuständige Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat nun bestätigt, dass die Frau nach ihrer Wiedereinreise festgenommen wurde. Sie war zuvor auf dem Flughafen in Rheinland-Pfalz gelandet. Ob es sich um den US-Militärflughafen Ramstein handelt, wollte die Behörde nicht bestätigen.

Der Rückkehrer arbeitet laut Ermittlern im “IS-Witwenbüro”.

Der 31-Jährige war nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft für die “IS-Verwaltung” in Syrien tätig. Im sogenannten Witwenamt war sie für die Unterbringung, Betreuung und Betreuung der Ehefrauen gefallener IS-Soldaten zuständig. Unter anderem soll sie die Wiederverheiratung von Witwen organisiert haben.

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2011 zog sie mit ihrem damaligen Mann und ihren Kindern nach Pakistan, um sich der als terroristisch eingestuften „Islamischen Union Usbekistans“ (IBU) anzuschließen. Ihr Mann wurde 2012 bei einem Drohnenangriff getötet. La SWRInformationen, der Bruder von Zuhl A. wurde 2013 vom Oberlandesgericht Frankfurt/M. festgenommen. Verurteilt wegen Unterstützung der IMU.

Die 31-jährige Frau zog später mit ihren Kindern nach Syrien, wo sie sich dem IS anschloss und einen IS-Kämpfer heiratete, bevor sie 2019 von kurdischen Streitkräften festgenommen wurde. Zuletzt lebte sie laut SWR im sogenannten Camp Rose im Nordosten Syriens, wo seit Jahren ehemalige IS-Anhänger und ihre Familien aus anderen europäischen Ländern leben. Die Rückholaktion wurde eng von der niederländischen Regierung koordiniert, die am Dienstag elf Frauen und 33 Kinder aus Nordsyrien evakuiert hatte.

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Auswärtiges Amt: Alle deutschen Kinder zurückgekehrt

Insgesamt wurden nach Angaben des Auswärtigen Amtes 27 Frauen, 80 Kinder und ein Teenager aus Nordostsyrien nach Deutschland zurückgebracht. „Es war die Absicht der Bundesregierung, dass alle deutschen Kinder aus Lagern in Nordostsyrien nach Deutschland zurückkehren. Das ist uns gelungen“, heißt es in der schriftlichen Erklärung weiter.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat IS-Rückkehrer festgenommen

Eric Beres, SWR, 2.11.2022 um 12:39 Uhr

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