Hypothek für TV-Sender: Die WM in Katar verkümmert zum Nischen-Event

Hypothek für TV-Sender
Die WM in Katar ist alles andere als ein Nischenevent

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit einem Paukenschlag gescheitert – und damit ein Fernseh-“Arbeitstier”. Die TV-Sender ARD, ZDF und MagentaTV werden es in den letzten beiden WM-Wochen schwer haben, die Zuschauer weiter zu motivieren.

Fußball-WM als Nischen-Event im TV? Eine umstrittene Winter-WM in Katar markiert eine dramatische Wende in Deutschland. Erstmals überhaupt sah das Herrenfinale im deutschen Fernsehen nicht nach einem Selbstläufer aus, die Quoten entsprachen nicht einmal annähernd den Erwartungen und seit Beginn des Achtelfinals hatte sich nichts geändert.

Das K.o.-Spiel am Samstagabend zwischen Argentinien und Australien (2:1) sorgte mit 4,71 Millionen Fußballfans (MA: 18,9 Prozent) in der besten Sendezeit für eine mäßige Hinspielquote. Der argentinische Superstar Lionel Messi spielte manchmal groß. Während in anderen Ländern die winterliche Wüsten-WM auf große Resonanz stößt, zeigen die Fans in Deutschland dem Turnier die kalte Schulter.

Der Nutzen des Wintersports

Auch andere kleinere Sportarten können davon profitieren. Was die Quoten für den ersten Samstag betrifft, sind die Winterspiele nicht weit von der Weltmeisterschaft am Persischen Golf entfernt. Die ARD zeichnete den Biathlon-Weltcup (2,86 Mio./MA: 26,5 Prozent bzw. 2,04/28,0), den Langlauf-Weltcup (1,98/19,4) und den Rennrodel-Weltcup (1,70/20,6) sowie vier weitere Sportübertragungen auf. Zehn.

Für den viermaligen Weltmeister Deutschland könnte die Vorrunde eine enorme Belastung für ARD und ZDF, den Streamingdienst MagentaTV (der insgesamt 64 WM-Spiele überträgt), werden. „Auch die Leistungen und das Verhalten der DFB-Elf in letzter Zeit scheinen eine wichtige Rolle für das Publikumsinteresse zu spielen. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich dies in den kommenden Monaten mit Blick auf die UEFA EURO 2024 in Deutschland wieder verbessern wird“, sagte ARD Sports. Koordinator Axel Balkowski. Balkowski betonte, dass den Besuchszahlen der deutschen Männer-Fußball-Nationalmannschaft bei Länderspielen ein “kontinuierlicher Rückgang” nicht abgesprochen werden könne.

„Nur“ 17,43 Millionen Zuschauer sahen den deutschen Co

Umso bemerkenswerter, dass das EM-Finale der deutschen Fußballer am 31. Juli mit 17,9 Millionen (MA: 64,8 Prozent) nach wie vor die meistgesehene Sendung des Jahres 2022 ist. Der 4:2-Sieg gegen Costa Rica und das Aus der deutschen Mannschaft in der Gruppenphase lockten „nur“ 17,43 Millionen TV-Geräte (MA: 53,7 Prozent).

Keine Sehverbesserung. Früher wurden sogar WM-Spiele ohne deutsche Beteiligung sofort von den Zuschauern verfolgt, Einschaltquoten in zweistelliger Millionenhöhe waren hier üblich. 2022 wird das anders sein. Die Ränge liegen weit hinter den Zahlen früherer WM-Turniere zurück. Katars WM-Spielen in Deutschland fehlt die Qualität von Street Sweeper. Ob sich das in den nächsten zwei Wochen ändern wird, ist höchst zweifelhaft.

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