Hammer & Herz: Das analoge Dating-Start-up einer 62-Jährigen

ZZärtlichkeit, Liebe, Zugehörigkeit: Für Gabriel Pochmer war alles weg, als ihr Mann 2018 an einem Herzinfarkt starb. „Ich habe mich danach sehr einsam gefühlt“, sagt der 62-Jährige aus Hamburg.

Ihrer Meinung nach reduziert sich die Suche nach einem neuen Partner auf Online-Dating-Portale, was ihr einfach nicht gefällt. Also beschloss sie, ihre eigene Dating-Site namens Hammer und Herz zu gründen. Und die ohne Algorithmen oder digitale Tools auskommen muss.

Pochmer sagt, der Bedarf sei groß. Vor allem bei Menschen über 50. „Es ist schwierig, neue Leute kennenzulernen. Du sitzt in einer Hotelbar und lernst dort Leute kennen. Das ist nicht mehr so ​​einfach“, glaubt der Gründer.

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Etwa 200 Sängerinnen und Sänger wollen in Pochmers Akte aufgenommen werden, die meisten davon Frauen. Um alle kann sich der Unternehmer derzeit nicht kümmern, weil er sich für die einzelnen ausreichend Zeit nehmen möchte.

„Für manche kommt eine digitale Partnervermittlung einfach nicht infrage, weil sie sich damit unwohl fühlen“, erklärt der Gründer. Er sagt, dass Selbstständige auch ihr Privatleben nicht mit der Öffentlichkeit teilen und bei Kunden bekannt sein wollen.

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„Ich habe Online-Dating noch nie ausprobiert, weil es einfach nicht mein Ding ist. Vielleicht ist es eine Generationensache.“

Treffen zwischen den Einheiten organisieren

Im Alter von 39 Jahren reiste Pochmer zwölf Jahre ins Ausland, unter anderem in die Emirate, wo sie als Reiseverkehrskauffrau arbeitete, und nach Afrika, wo sie „unter Elefanten und Nashörnern“ in Schutzgebieten arbeitete Während dieser Zeit lernte sie ihren Mann in Kapstadt kennen. 2010 kehrte das Paar gemeinsam nach Hamburg zurück, zog zusammen und sagte Ja.

2018 dann ein Schicksalsschlag. Nach zwei langen Trauerphasen entschied sich die 60-Jährige für den Wechsel von der Reisebranche zu einer Partnervermittlung, weil ihr das Thema Dating zu sehr in den digitalen Raum verlagert worden war. Er glaubt: “Der beste Weg, eine Freundschaft oder Freundschaft zu schließen, ist der gleiche Weg, es ist, wenn man sich trifft.”

Gleiche Meetings zwischen den beiden Units organisieren – das ist die Aufgabe von Puchmer seit dem Geschäftsstart Ende 2021. Nach welchen Kriterien geht es ohne computergenerierten Algorithmus vor? „Ich höre vor allem auf mein Gefühl“, sagt sie.

Dementsprechend erstellt er für seine Kunden ein Profil mit Fotos und Informationen wie Hobbies und Interessen. Er trifft auch alle vorher persönlich. „Es ist einfach, mit ihm zu reden“, sagt er. Jeder Vortrag dauert etwa anderthalb Stunden und findet im Co-Working Space in Hamburg statt.

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„Ich treffe meine Kunden nicht in einem Restaurant oder einer Bar. Ich finde das verdächtig und du hast Publikum“, sagt der Gründer. Die Paarung erfolgt nach einem Erstgespräch. Pochhammer sitzt dann in seinem Hamburger Büro und überlegt, wer zusammenpassen würde und stellt sie einander vor.

„Der größte Knackpunkt sind derzeit die Männer“

Derzeit betreut er 50 bis 60 Personen. Ein paar Paare habe sie schon produziert, berichtet sie nervös. „Die größten Schlagworte sind derzeit Männer“, sagt er. Es gibt sehr wenige in ihrer Akte.

Das ist allerdings wichtig, denn bei Frauen und nur wenigen Männern wird es bei der Partnervermittlung schwierig – und auch bei 200 weiblichen Kunden, von denen viele auf der Warteliste stehen. Um Männer zu rekrutieren, will sich der Gründer nun dem digitalen Zeitalter öffnen und Kampagnen über soziale Medien planen.

Ansonsten läuft die Kommunikation mit Pochmer fast ausschließlich über Telefon und E-Mail. Denn Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die mit Technik wenig am Hut haben, wollen es oft auch. Das glauben zumindest Unternehmer. Puchhammer vertreibt daher komplett über eigene Plattformen wie Elite Partner oder Parship.

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Laut dem Gründer zahlen Nutzer für ein Jahresabonnement einen niedrigen vierstelligen Preis. Dazu gehört nicht nur die Vermittlung, sondern auch persönliche Telefonate, in denen Pochmer Hinweise zur Vor- und Nachbereitung eines ersten Dates gibt. Er bietet auch an, bei Bedarf Kurzreisen zu arrangieren.

„Hummer und Herz wird nie ein Massenprodukt“

Sie ist derzeit nicht kostendeckend. Bisher hat Pochmer mit Hilfe zweier Assistenten das Geschäft ausschließlich aus seinem Budget im niedrigen sechsstelligen Bereich finanziert.

Ganz ohne das Geld der Investoren will er das machen, wie er sagt. “Ich möchte nur eine Partnervermittlung leiten.” Sie sträubt sich auch dagegen, andere Mitarbeiter einzustellen, weil sie das „Herz“ des Unternehmens ist. „Hammers and Hers wird niemals ein Massenprodukt, bei dem ich mehrere hundert Frauen und Männer gleichzeitig betreuen werde“, weiß er bereits.

“Ich werde immer das Gespräch führen. Es ist meine Leidenschaft. Ich möchte es nie aus meinen Händen nehmen.”

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