Flughafen Berlin: „Letzte Generation“ klebt sich auf BER-Rollfeld

Verbrechen Flughafen Berlin

Aktivisten der „letzten Generation“ bleiben auf den Start- und Landebahnen des BER – Flugzeuge werden umgeleitet

Flugbetrieb eingestellt – Wetterfrösche am BER-Gelände

Die Aktivistengruppe „Last Generation“ sperrt regelmäßig Straßen in Berlin und legt damit insbesondere den Pendlerverkehr lahm. Diesmal hat sie sich ein neues Ziel ausgesucht.

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Am Flughafen Berlin-Brandenburg haben sich Vertreter der selbsternannten „letzten Generation“ Zugang zur Landebahn verschafft. Sie befestigten sich an der Landebahn und radelten über das Gelände. Der Flugbetrieb wurde für rund zwei Stunden eingestellt und Flugzeuge umgeleitet.

EINAnhänger der selbsternannten „letzten Generation“ legten am Donnerstagabend den Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER lahm. Nach Angaben eines Berliner Flughafensprechers wurde der Flugverkehr für etwa zwei Stunden eingestellt.

Nach Angaben der Bundespolizei betraten am Donnerstagnachmittag zwei Gruppen, die jeweils aus mehreren Personen bestanden, das Flughafengelände. Einige von ihnen hätten sich am Boden festgesetzt. Die Gruppe selbst sagte, einige Aktivisten seien mit dem Fahrrad über das Gelände gefahren. Der Flughafen hatte zunächst keine Einschränkungen des Flugbetriebs gemeldet, später aber beide Start- und Landebahnen gesperrt.

Nach Angaben eines BER-Sprechers wurde gegen 18.15 Uhr Entwarnung gegeben, beide Rampen wurden wieder geöffnet. Die Aktion erzwang die Annullierung von fünf Starts, von denen laut Flughafen 750 Passagiere betroffen waren. 15 Geplante Landungen wurden nach Leipzig und Dresden umgeleitet.

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Das Brandenburger Polizeipräsidium teilte auf Anfrage mit, dass gegen die Wetteraktivisten Anklage wegen gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung erhoben werde. Nähere Details wie die Anzahl der beteiligten Personen gab es zunächst nicht.

Aktivisten gingen nervös vor live auf Twitter. Dort können Sie sehen, wie sie nach 16:00 Uhr aus dem Zaun kommen und das Flughafengelände betreten. Anschließend hielten sie das Banner in die Kamera und erklärten ihre Absichten. Aktivisten wurden auch auf dem Boden sitzend gesehen. Rund zehn Minuten nach Beginn der Aktion tauchten im Livestream Blaulichter auf und kurz darauf waren auch Polizisten zu hören.

Starke Kritik an Verkehrsminister Vising

Bundesverkehrsminister Volker Wissing kritisierte das Vorgehen der Aktivisten scharf. Das Demonstrationsrecht sei ein Grundrecht, aber die Aktionen würden “immer sittenwidriger”, sagte der FDP-Politiker am Abend durch einen Sprecher. “Die Gesellschaft kann ein solches Verhalten nicht akzeptieren.” Ein Rechtsstaat muss „entschlossen handeln“.

Brandenburgs Innenminister Michael Stubgen sagte, die Aktion könne durch nichts gerechtfertigt werden. „Ich stehe zu ihm: Wer andere wissentlich für ihre Weltanschauung gefährdet, ist kein Aktivist, sondern ein Krimineller“, sagte der CDU-Politiker.

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Professioneller Ungehorsam

Alexander Dobrind, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, sprach von “neuem Wachstum”. „Durch das Betreten der Sicherheitszone und die Besetzung der Start- und Landebahn bringen sie sich nicht nur selbst in große Gefahr, sondern gefährden auch Hunderte von Passagieren in der Luft und am Boden und verursachen außerdem enorme finanzielle Verluste. Dies ist völlig inakzeptabel und erfordert eine strenge Reaktion aus dem Rechtsstaat.”

Katja Mast, 1. Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD im Bundestag, betonte: „Unsere Demokratie funktioniert nicht so, dass ich meine Ziele im Namen der guten Sache irgendwie durchsetzen kann.“ Flughafenblockaden sind nicht legal. Das bedeutet, dass „das Feiern in den sozialen Medien der ganzen Sache schadet“.

Vor sechs Tagen blockierten Anhänger der Gruppe die Autobahn zum Flughafen Berlin-Brandenburg.



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