Einzelhandel hofft auf Kauflust vor Weihnachten​

Weihnachtseinkauf
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Erwarten Sie eine Kauflust vor Weihnachten

Laut einer Umfrage des Handelsverbandes HDE will jeder Fünfte mehr als 300 Euro für Geschenke ausgeben – HDE-Mitgliedsunternehmen stehen dem Geschäft jedoch skeptisch gegenüber.

Laut einer Umfrage des Verbraucherverbands HDE will jeder Fünfte in Deutschland in diesem Jahr mehr als 300 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben, doch HDE-Mitgliedsunternehmen stehen dem Deal in den letzten beiden Monaten des Jahres noch skeptisch gegenüber. Rund 70 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung gegenüber November und Dezember 2021. Die Aussage der Verbraucher ist für HDE-Chef Stefan Genth ein Stück Hoffnung in Zeiten „hoher Preise und negative Stimmung der Verbraucher ist kein wirklich guter Indikator für die Zukunft zu senden. Weihnachtsmarkt”.

Die Prognose des Vereins lautet daher. Obwohl HDE für das Weihnachtsgeschäft 2022 mit einem Umsatzplus von 5,4 Prozent rechnet, beharrt Genth darauf, dass dies nur auf steigende Kosten zurückzuführen ist. Rechnet man den Effekt der Inflation hinzu, ergibt sich ein Umsatzrückgang von vier Prozent. Für das Gesamtjahr ist die Entwicklung ähnlich: Nominal stieg der Umsatz um 7,5 Prozent auf rund 633 Milliarden Euro, tatsächlich ging er aber um 0,1 Prozent zurück. Der Freihandel hat in diesem Jahr um mehr als neun Prozent zugelegt, während der Online-Handel mehr als zwei Prozent auf 84 Milliarden Euro verloren hat – obwohl der E-Commerce wegen dieser Krankheit im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gewachsen ist. In diesem Bereich sind die Einnahmen immer noch höher als in der Vor-Corona-Zeit.

Aber: Auch im Weihnachtsgeschäft spüren Multichannel-Händler – also diejenigen, die sowohl stationär als auch über das Internet verkaufen – mittlerweile den Griff der deutschen Kunden. In den beiden Monaten November und Dezember war ohne Berücksichtigung der gestiegenen Preise noch ein Wachstum von 1,4 Prozent zu verzeichnen; bereinigt um die Kosten ging der Umsatz um 4,5 Prozent zurück. So erwartet die Hälfte der Multichannel-Händler zum Jahresende eine Verschlechterung des Geschäfts.

Es bleibt also die Hoffnung, dass die Kauflust vor Weihnachten größer ist, als die meisten der 500 vom HDE befragten Unternehmen derzeit erwarten. Tödlich: Traditionelle Geschenke wie Bücher, Parfums, Schmuck oder Spielzeug gehören nach wie vor zu den Bestsellern für Pakete unter dem Weihnachtsbaum. Aber immerhin 30 Prozent der Befragten wollen Gutscheine verschenken, rund 19 Prozent wollen Bargeld. Für Händler ist es nicht sinnvoll, da das Geld für den Gutschein bereits in der Kasse ist. Und Geld ist seiner Meinung nach gut, solange es zum Verkaufen verwendet wird.

Vorerst gilt: „Das wird eine schwierige Zeit für die gewerbliche Branche“, sagt Genth. Die angekündigte Preissenkung für Gas und Strom ist das Wichtigste, mit Hilfe von Unternehmen, die verkaufen und ihre Energierechnungen kontrollieren wollen. Ganz wichtig ist laut Genth, dass die Preisbremse die Logistikbranche entlastet.

Aber auch das wird nicht verhindern, dass in absehbarer Zeit rund 16.000 Geschäfte dauerhaft schließen, viele davon in Klein- und Landstädten. Dies endet nicht immer mit der Finanzanmeldung; Kleine Unternehmen verlassen langsam den Markt, weil sie keine Perspektiven sehen und vielleicht niemand ihren Erfolg will.

Gut: Die Zahl der Beschäftigten ist trotz schwieriger Rahmenbedingungen für Unternehmen stabil geblieben. Insgesamt sind derzeit rund 3,1 Millionen Menschen in der Wirtschaft beschäftigt, die meisten davon in Teilzeit oder in kleinen Jobs. Genth sagte: „Die Regelungen zur Teilzeitarbeit haben sehr geholfen.

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