Die Allgäuer Wirtschaft schlägt Alarm

  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Augsburg & Schwaben
  4. Kreisbote Kempten

Produziert von: Aktualisiert:

Von: Georg Spielberg

Teilen

Die Lage in der Allgäuer Wirtschaft ist gering, wie diese Grafik zeigt.
Schlechte Lage in der Allgäuer Wirtschaft. In fast allen Bereichen der Wirtschaft kennen die Erwartungen der Unternehmer nur eine Richtung – nach unten. © Jörg Spielberg

Kempten/Allgäu – „Die Politik muss Unternehmen helfen, die in Produktion, Handel und Dienstleistungen leistungsfähig und nicht profitabel sind, damit möglichst schnell ein Weg aus dem Abschwung gefunden wird“, Markus Brehm, Landesgeschäftsführer der Kammer Kempten-Oberallgäu. Industrie und Handel sowie eine Konferenz zur aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung der Region.

Spricht man mit anderen Vertretern der IHK im Handwerksmarkt, lässt sich nichts Gutes über die heimische Wirtschaft sagen.

„Das führt zu einem Sammelsurium an Problemen“, sagte IHK-Vize Robert Frank, „und zu einer düsteren Einschätzung der Lage in vielen Unternehmen.“ Der Konjunkturindex ist im Vergleich zur letzten Erhebung im Frühjahr um 15 Punkte auf 95 Punkte gesunken (der IHK-Konjunkturindex ist ein geometrisches Mittel aus Geschäftslage und Zukunftserwartungen).

Auch Lesen :  Dax-Kurs aktuell: Dax rutscht nach US-Zinsentscheid ab

Obwohl die aktuelle Lage noch als stabil gilt, erwarten 41 Prozent der 805 befragten Unternehmer eine Verschlechterung ihrer Situation. Das sind 16 Prozent mehr als im Frühjahr 2022. „Bis auf unternehmensnahe Tätigkeiten in der Transportbranche verlieren alle anderen Branchen wie Industrie, Reise- und Gastgewerbe, Bauwirtschaft und Handel stark an Glaubwürdigkeit“, sagt Brehm.

Aufgrund schlechter Perspektiven werden 31 Prozent aller Unternehmen in Kempten und im Oberallgäu ihre Bauinvestitionen reduzieren wollen. Dieser Durchschnitt hat sich seit der Erhebung vom Frühjahr 2022 verdoppelt. Die fehlenden Investitionen stellen mittelfristig ein Risiko für die Zukunft und die industrielle Aktivität am Standort Allgäu dar. „Dieses Chaos-Sperrfeuer führt erneut zu Verunsicherung und Misstrauen. Das ist ein starkes Alarmsignal“, betonte Frank.

Auch der Tourismus ist betroffen

Auch der Einzel- und Großhandel im Allgäu verzeichnete dramatische Umsatzeinbußen. Aufgrund des Kaufkraftverlustes aufgrund der Anzahl von Binärzahlen und Non-Stop-Ketten gingen die Abonnements des Unternehmens zurück. Die halbleere Fußgängerzone mit kostenlosen Geschäften ist der Beweis für diesen Ort. Auch die Reise- und Gastgewerbebranche berichtet, dass sich die Buchungen verlangsamen. Frank, Hoteldirektor in Oberstdorf, sagt: „So schlechte Buchungen habe ich noch nie erlebt. Auch sein Unternehmen leidet unter steigenden Löhnen und Fachkräftemangel.“ Wenn weiterhin mehr Mitarbeiter unser Unternehmen verlassen, wird das Allgäu Probleme bekommen als Tourismusregion.”

Auch Lesen :  Die Schweizer Wirtschaft hofft auf die Republikaner

Taten statt Worte

Stellvertretend für die Mitglieder der IHK macht der Landesvorsitzende der IHK den Politikern in Landes- und Bundesregierung klar: Die von der Politik angekündigte Wirtschaftspolitik soll schnellstmöglich umgesetzt werden. Die Laufzeit von Kohle- und Atomkraft wird so lange wie möglich verlängert, da die Energieversorgung und die Preisbedingungen auch im Winter 2023/24 herausfordernd bleiben. Die Pläne der Gaswirtschaft für eine Preisbremse müssen forciert werden. „Wer im März die Gaspreisbremse nutzt, den brauchen wir schnell“, ärgert sich Markus Brehm.

Auch Lesen :  Wie ein Astronaut Airbus rettete - Wirtschaft

Auch sein Stellvertreter Frank unterstützte ihn: „Dringendste politische Aufgabe ist es, den Anstieg der Energiepreise schnell zu stoppen. Aufgrund der Situation wird Unternehmen schnell, sofort und ohne administrative Probleme geholfen.

Allerdings ärgerte man sich dort über die kommunalpolitische Entscheidung in der Krisensituation. Die „spannende“ Erhöhung der Parkgebühren in Kempten ist ein falsches Zeichen für die Herausforderungen der Zeit. IHK-Präsident und Wirtschaftsbeauftragter Bori Kössel aus Immenstadt fordert die Kommunalpolitik auf, die Bürokratie abzubauen und der Erholung der Innenstädte nicht im Wege zu stehen, wenn Corona eine große Nachfrage und Kosten unter anderem für Aktionstage hat. „Wir Händler können Energie sparen, aber wir brauchen Freiräume, um unser Geschäft wiederzubeleben“, sagt Kössel.

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button