DAX zum Start höher : Zeit zum Durchatmen für Anleger


Marktbericht

Stand: 18.11.2022 09:58 Uhr

Der DAX verlor im Wochenverlauf etwas an Aufwärtsdynamik. Anleger können sich abzeichnende Atemmöglichkeiten nutzen, um Chancen und Risiken an der Börse einzuschätzen.

Der DAX startete trotz restriktiver Vorgaben ausländischer Börsen mit Gewinnen in den letzten Handelstag der Woche. Zum Handelsstart auf XETRA lag die deutsche Benchmark um 0,4 Prozent im Plus bei 14.321 Punkten.

Betrachtet man den Schlusskurs vom Freitag der vergangenen Woche (bei 14.225), zeichnet sich für diese Woche nur ein moderater Anstieg des DAX ab. Mitte der Woche konnte der Spitzenreiter des deutschen Index zwar ein neues Hoch von 14.441 Punkten markieren, die Wochengewinne gingen aber zurück. Der starke Anstieg der vergangenen Wochen scheint vorbei zu sein.

Das sind die Wendepunkte im DAX

Das gibt Anlegern Zeit, über die Chancen und Risiken nachzudenken, die ihnen der Markt jetzt bietet. Im Moment scheinen die meisten guten Dinge im Preis eingepreist zu sein – keine große Rezession, nachlassende Inflation, Zinssenkungen oder zumindest die Fed-Zinsen werden deutlich gesenkt. Die Überraschungskraft ist also auf der negativen Seite.

„Das August-Hoch von 13.948 Punkten definiert den ersten Wendepunkt für den DAX“, betonten die technischen Analysten von HSBC. Aus strategischer Sicht gilt es vor allem, ein Abrutschen unter die Schlüsselmarke von etwa 13.500 Punkten zu verhindern.

Die Zinsen belasten die Wall Street

Unterdessen gibt die Wall Street den DAX-„Bullen“, die auf steigende Kurse setzen, wenig Unterstützung. Der US-Aktienmarkt ist gestern zu Ende gegangen. Der Dow Jones schloss bei 33.546 Punkten. Der technologielastige Nasdaq fiel um 0,4 Prozent auf 11.145 Punkte und der breitere S&P 500 fiel um 0,3 Prozent auf weniger als 3.947 Punkte.

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Zweifel an einer Zinserhöhungspause der US-Notenbank machen sich unter US-Anlegern allmählich breit. Mehrere Vertreter der US-Notenbank haben kürzlich die Notwendigkeit betont, die Zinssätze weiter anzuheben, wenn auch in einem langsameren Tempo.

Beispielsweise sagte James Bullard, Präsident der St. Louis Fed, dass die Zinssätze möglicherweise 5 % bis 7 % erreichen müssten, um eine „ausreichende Barriere“ zur Eindämmung der Inflation zu sein.

Zinssorgen dämpfen die Volatilität der asiatischen Aktienmärkte

Anleger an asiatischen Börsen zogen sich Ende der Woche zurück. In Tokio fiel der japanische Leitindex Nikkei um 0,1 Prozent auf 27.899 Punkte. Der breitere Topix-Index blieb unverändert, während die chinesischen Börsen stark fielen.

Ölpreise und der sanfte Erholungsprozess

Kurz vor dem Wochenende, als die Preise zuvor stark gefallen waren, war am Ölmarkt wenig Bewegung zu erkennen. Ein Barrel (159 Liter) Nordseesorte Brent kostet morgens 90,20 Dollar. Das sind 42 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel des US-Standards WTI stieg um 60 Cent auf 82,24 $.

Gold- und Euro-Nachfrage im frühen Handel

Dollar zeigt Schwäche im frühen Handel. Gleichzeitig stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,0376 US-Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung konnte in den vergangenen Wochen gegenüber dem Dollar an Fahrt gewinnen.

Eine Feinunze Gold notierte am Morgen um 0,4 Prozent höher bei 1.766 Dollar. Gold, das zuletzt relativ teuer war, könnte erheblich von den Erwartungen fallender US-Zinsen und eines schwächelnden Dollars profitieren.

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Mercedes-Benz Designs sind in Fachkreisen bestens bekannt

Beim DAX liegt der Fokus auf dem Mercedes-Benz-Sektor. Laut Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sollte die Tatsache, dass die Stuttgarter Autobauer die Preise für einige Modelle in China senken mussten, den Managern einen Grund zum Umdenken geben. Es zeigt, dass die von den Stuttgartern propagierte Fokussierung auf teure Autos gefährlich ist. “Die Leute müssen zweimal darüber nachdenken, ob dies ein nachhaltiger Plan für die Zukunft ist.”

Siemens Energy-Chef wechselt zu Gamesa

Der vom Mutterkonzern Siemens Energy übernommene Turbinenhersteller Siemens Gamesa bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Siemens Energy-Chef Christian Bruch ersetzte Miguel Lopez, teilten die Spanier mit. Der Wechsel ist ein logischer Schritt im Rahmen der möglichen Übernahme von Gamesa durch Siemens Energy und deren Integration in den Mutterkonzern.

Auch Amazon will bis 2023 Stellen abbauen

Der CEO des weltgrößten Online-Werbekonzerns Amazon, Andy Jassy, ​​hat den Beschäftigten nach den jüngsten Entlassungen weiteren Stellenabbau angeboten. Die Personalpläne des Unternehmens werden bis ins nächste Jahr fortgesetzt, was bedeutet, dass weitere Stellen abgebaut werden, erklärte Jassy in einer Mitteilung an die Mitarbeiter, die auf der Website veröffentlicht wurde.

GM hebt das Jahresziel an – E-Autos bis 2025

Der größte US-Autokonzern General Motors erwartet mehr Gewinn. Im laufenden Geschäftsjahr soll das Betriebsergebnis laut GM mindestens 13,5 Milliarden US-Dollar betragen. Zudem gab Umweltmanagement-CEO Mary Barra Optimismus für Elektroautos. Bis 2025 sollen Unternehmen in Nordamerika mit einer Kapazität von einer Million Fahrzeugen pro Jahr „starke“ Gewinne machen.

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Visa bekommt einen neuen CEO

Der Kreditkartenanbieter Visa hat einen neuen CEO ernannt. Am 1. Februar nächsten Jahres übernimmt Ryan McInerney als CEO Alfred Kelly, ein Konkurrent von Mastercard und American Express, der gestern Abend nach US-Börsenschluss bekannt gegeben wurde. McInerney ist seit 2013 Global Business Manager von Visa und sagt, dass das Unternehmen über 20 Jahre Erfahrung in der Finanzbranche verfügt.

Viele Nutzer verlassen Twitter

Bei Twitter geht die Mitarbeiterflucht weiter, nachdem der neue Eigentümer Elon Musk den Job bekommen hat. Einige Nutzer gaben per Tweet bekannt, dass sie die Online-Plattform verlassen. In der E-Mail gab Musk den verbleibenden Mitarbeitern eine Frist von 17:00 Uhr EST am Donnerstag, um zu entscheiden, ob sie Teil des „neuen Twitter“ sein wollen.

Starbucks-Mitarbeiter arbeiten in mehr als 100 US-Geschäften

Arbeiter in mehr als 100 US-Filialen der Kaffeekette Starbucks legten am Donnerstag (Ortszeit) die Arbeit nieder. Es ist der größte Arbeitskampf, seit Starbucks-Beschäftigte im vergangenen Jahr eine Gewerkschaftskampagne gestartet haben.

Neuer Holcim-CFO von Nestlé

CFO Géraldine Picaud verlässt den Zementkonzern Holcim. Sie haben sich für andere Aktivitäten entschieden, wie das Schweizer Unternehmen heute mitteilte. Steffen Kindler übernimmt den Posten zum 1. Mai 2023. Der 52-jährige Deutsche war 25 Jahre für den Lebensmittelkonzern Nestlé tätig und ist derzeit CFO der deutschen Tochtergesellschaft.

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