DAX weiter im Plus: Euro-Inflation im Fokus


Marktbericht

Stand: 30.11.2022 12:35 Uhr

Der DAX blieb bis zum Mittag im Plusbereich. In der Hoffnung, dass die Zinsen etwas steigen, schreiten die Anleger voran. Die Inflation im Euroraum ging im November leicht zurück.

Das deutsche Börsenbarometer notierte mittags um 0,4 Prozent bei rund 14.400 Punkten. Der DAX machte die gestrigen Verluste fast wieder wett.

Hat die Verbraucherpreisinflation aufgehört?

Es ist jedoch wahrscheinlich, dass es sich bis zum Nachmittag hinzieht. Investoren beobachten derzeit das Wachstumstempo aus der Eurozone. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise nach vorläufigen Schätzungen der Statistikbehörde Eurostat im November um 10,0 Prozent. Dies ist der erste Ausfall seit vielen Monaten.

Ökonomen erwarteten 10,4 Prozent. Ein leichter Rückgang gegenüber früheren Rekordniveaus dürfte den Geldpolitikern der Europäischen Zentralbank (EZB) ein Argument liefern, die bei der nächsten Zinssitzung im Dezember für eine relativ moderate Zinserhöhung eintreten.

Vermögen aktualisieren vom 30.11.2022

Stefan Wolff, Personal, 30.11.2022 09:56 Uhr

US-Konjunkturdaten am Nachmittag

Die US-Börse in New York wird nach der Schwäche vom Vortag, die US-Futures derzeit zeigen, deutlich in den Handel einsteigen. Am Nachmittag gibt es eine Reihe von Wirtschaftsdaten, darunter Börsenstatistiken. Anleger warten am Abend zudem auf einen neuen Impuls durch die für heute angesetzte Rede des US-Notenbankchefs Jerome Powell, die auf eine andere Geldpolitik hindeuten könnte. The Beige Book, der Wirtschaftsbericht der Fed, wird um 20 Uhr veröffentlicht.

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China ist besorgt

Die Finanzmärkte werden weiterhin durch die Situation in China negativ beeinflusst. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage zeigte, dass sich Chinas Wirtschaftslage verschlechtert hat. Die Wirtschaftstätigkeit schrumpft angesichts der Rekordzahlen von Corona-Virus-Lockdowns und jüngsten Protesten weiter. Das zeigte der Einkaufsmanagerindex (PMI) für Beschäftigung und Industrie im November.

Euro reagiert nicht auf Inflationsdaten

Die europäische Gemeinschaftswährung hat am Mittag die 1,04-Dollar-Marke nicht überschritten. Der Euro reagiert nicht gut auf den leichten Rückgang der Inflation in der Eurozone. Seit Wochenbeginn hat er etwa ein halbes Prozent verloren.

Die Ölpreise steigen

Am Nachmittag kostet ein Barrel (159 Liter) Nordseesorte Brent 86 Dollar, das ist ein Prozent mehr als gestern. Zuletzt sorgten Spekulationen über die künftige Förderprognose des Ölnetzwerks OPEC+ für eine starke Preisveränderung. Die Länder der Organisation erdölexportierender Länder sind mit anderen wichtigen Förderstaaten wie Russland und der OPEC+ organisiert. Auf dem Ölmarkt werden vor dem OPEC+-Treffen am kommenden Sonntag weitere Preisänderungen erwartet.

Mercedes darf ohne Fahrer parken

Spitzenreiter im DAX ist am Nachmittag die Aktie von Mercedes-Benz, die zwei Prozent zulegt. Ein fahrerloses Parksystem, das von einer Gruppe mit Bosch entwickelt wurde, könnte in Serie gehen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe seine Zustimmung erteilt, teilte die Behörde heute mit. Es ist die erste Version für ein weltweites Betriebssystem. Fahrerloses Parken wird nur noch im Parkhaus P6 am Flughafen Stuttgart zum Einsatz kommen. Der Parkplatz kann per Smartphone-App gebucht, das Auto aufgegeben und zum Opa zurückgebracht werden.

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Barrieren in der Automobilindustrie

Nach Recherchen des Instituts für Mythologie unter Unternehmen hat die Materialknappheit in der deutschen Industrie zu einem weiteren Rückgang geführt. Gut 59 Prozent der befragten Unternehmen gaben im November an, unter einem Einbruch zu leiden – das ist die niedrigste Quote seit April 2021. Der Legende nach verschärfte sich die Materialmangelproblematik in der Autoindustrie weiter. Mehr als 83 Prozent der Unternehmen klagten über Schwierigkeiten, gegenüber knapp 75 Prozent im Vormonat.

UBS sieht den Telekom-Sektor als attraktiv an

Die Schweizer Bank UBS belässt das Rating der Deutschen Telekom auf „Kaufen“ mit einem Kursziel von 26,40 Euro. Forscher Polo Tang schrieb, dass die heutige Forschung in Deutschland ein guter Markt für Telekommunikationsunternehmen sei, aber mit einigen Herausforderungen. Sein Favorit ist die Deutsche Telekom. Nachdem die UBS ihn beworben hatte, stieg die United-Internet-Aktie in den MDAX.

Uniper steht am LNG-Terminal bereit

Noch in diesem Jahr will der Energiekonzern Uniper das schwimmende Erdgasterminal (LNG) in Wilhelmshaven in Betrieb nehmen. Nur schlechtes Wetter könne den Plan zunichte machen, sagte Bundeskanzler Klaus-Dieter Maubach am Mittwoch auf einer Tagung des Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität zu Köln (EWI). LNG spielt eine wichtige Rolle bei den Bemühungen der Bundesregierung, Erdgas aus Russland zu ersetzen. Der US-Energieriese ConocoPhillips und QatarEnergy haben gestern in Deutschland einen Gasliefervertrag unterzeichnet.

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Fluggastzahlen helfen Fraport

Aktien des Flughafenbetreibers Fraport werden im MDAX mit einem Aufschlag gehandelt. Die Zahl der Fluggäste in Deutschland hat sich in der Sommerflugsaison aufgrund geringerer Corona-Sorgen mehr als verdoppelt. Von April bis Oktober stieg die Zahl der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 108,7 Prozent auf 59,0 Millionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Der Inlandsflugverkehr legte zu, war aber mit einem Plus von 84,2 Prozent auf 4,46 Millionen Passagiere schwächer als der internationale Verkehr.

SAS kommt herunter

Die abgestürzte skandinavische Fluggesellschaft SAS hat ihre Verluste auf ein viertes Quartal ausgeweitet. Der Vorsteuerverlust belief sich auf 1,7 Milliarden Schwedische Kronen (155,36 Millionen Euro) nach einem Verlust von 945 Millionen im Vorjahr. Laut SAS plant man, den Finanzprozess in der zweiten Jahreshälfte 2023 abzuschließen. Darüber hinaus werde die Umsetzung „wahrscheinlich zu zusätzlichen Gerichtsverfahren in anderen Jurisdiktionen außerhalb der Vereinigten Staaten führen“. Infolgedessen „gibt es keine Garantie dafür, dass die Aktionäre von SAS AB eine Entschädigung erhalten“.

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