Christiane Hörbiger: Die österreichische Schauspiel-Legende ist tot

Aktualisiert am 30.11.2022 um 17:39 Uhr

  • Wiener Burgtheater, Kinofilme, TV-Serien: Christiane Hörbiger hat im Laufe ihrer Karriere Millionen von Zuschauern begeistert.
  • Sie debütierte am Burgtheater in Wien und war in den 1980er Jahren prominent.
  • Nun ist der Schauspieler tot.

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Eine österreichische Schauspiellegende Christiane Hörbiger Etwas mehr als einen Monat nach seinem 84. Geburtstag am 13. Oktober starb der Künstler am 30. November, wie die Tageszeitung „Kurier“ berichtet. Ein langjähriger Mitarbeiter und Freund der Familie bestätigte der Deutschen Presse-Agentur den Tod des Schauspielers.

Der Grimme-Preisträger entstammte einer der bedeutendsten deutschen Aktivistendynastien und war bis ins hohe Alter aktiv. Obwohl sie oft auf der Theaterbühne zu sehen war, fand sie ihre wahre Berufung vor der Kamera.

Als „Grande Dame“ der Filme und Serien war sie während ihrer jahrzehntelangen Karriere ein Publikumsliebling. Gleichzeitig spielte sie auf der Bühne eine zentrale Rolle in der Weltliteratur und war auch im Kino präsent.

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Christiane Hörbiger debütierte 1959 am Wiener Burgtheater

Hörbiger wurde 1938 als mittleres Kind des berühmten Ehepaares Attila Hörbiger und Paula Wessely in Wien geboren. Auch ihre beiden Schwestern Maressa Hörbiger (77) und Elisabeth Orth (86) schafften es, sich der Schauspielerei zu widmen.

Bereits mit 17 Jahren feierte Hörbiger ihr Debüt vor der Fernsehkamera. Nach dem Abitur unterbrach sie ihre Ausbildung am berühmten Max-Reinhardt-Seminar nach vier Wochen wegen eines Filmangebots.

Ihr Theaterdebüt gab sie 1959 als Recha in Lessings „Nathan der Weise“ am Burgtheater. Die Kritiken für ihre Leistung waren jedoch entsetzlich. Danach machte sich Hörbiger an verschiedenen Theatern wie Heidelberg und Zürich einen Namen als ernsthafte Künstlerin. Schließlich kehrte sie sogar als Recha ans Burgtheater zurück und wurde für ihre Leistung gefeiert.

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Christiane Hörbiger ist tot: In den 1970er Jahren war sie die Geliebte im „Jedermann“

In den 1970er Jahren war sie mehrfach Geliebte im „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen und festigte damit eine Familientradition. Ihre Eltern und ihre Schwester standen bereits auf der Bühne am Salzburger Domplatz.

Ihren endgültigen Durchbruch beim breiten Publikum feierte Christiane Hörbiger in den 1980er Jahren mit dem TV-Straßenkehrer „Das Erbe der Guldenburgs“, der aktuell wieder in der ZDF-Mediathek verfügbar ist. Es folgten TV-Hits wie die deutsch-österreichische Koproduktion „Julia – Eine ungewöhnliche Frau“ oder die Literaturverfilmung „Der Besuch der alten Dame“.

Kritikerlob erhielt sie für ihre Darstellung von Görings Nichte Freya von Hepp in Helmut Dietls preisgekrönter Kultursatire „Schtonk“. Erfolge feierte Hörbiger auch mit dem Anwaltsdrama „Die Gejurenen“ und dem Thriller „Die Gottesanbeterin“.

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Christiane Hörbiger, die 2004 zur Kammerschauspielerin ernannt wurde, erhielt zahlreiche Ehrungen für ihr Schaffen, darunter den Bayerischen Fernsehpreis für ihr Lebenswerk, den Adolf-Grimme-Preis, die Karl-Valentin-Medaille, den Ernst-Lubitsch-Preis und 2009 den Deutschen Fernsehpreis Wiener Goldmedaille in Gold.

Hörbinger war in erster Ehe mit dem Regisseur Wolfgang Glück verheiratet. Ihr zweiter Ehemann und Vater ihres Sohnes Sascha, der Schweizer Journalist Rolf R. Bigler, starb 1978. Die Schauspielerin fand in dem 2016 verstorbenen Wiener Regisseur und Autor Gerhard Tötschinger einen neuen Partner.

Die Hundeliebhaberin lebt seit einigen Jahren in Baden bei Wien. 2019 sorgte ein Video für Aufsehen, in dem Hörbiger, eine ehemalige SPÖ-Sympathisantin, ihre Stimme gegen den inzwischen zurückgetretenen ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz erhob. (APA/dpa/ank)

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