Castrop-Rauxel: Verdächtiger gab in Asylverfahren an, Christ zu sein

Deutschland SEK-Einsatz in Castro-Rauxel

Der Terrorverdächtige gab im Asylverfahren an, Christ zu sein

Abraham Naber - Welt

„32-jähriger Verdächtiger besitzt zwei Garagen, die derzeit durchsucht werden“

Im Fall von Terrorverdächtigen in Castro-Rauxel laufen neue Ermittlungen. Es gehe um zwei Garagen, sagte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Holger Hemg, im Gespräch mit WELT. Zuvor war gegen zwei Iraner ein Haftbefehl erlassen worden.

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Zwei iranische Brüder sollen in Nordrhein-Westfalen einen islamistisch inspirierten Anschlag mit Biowaffen geplant haben. Laut WELT haben die Behörden einen von ihnen als Christen registriert. Neue Beweise erhärten den Terrorismusverdacht.

dEr steht unter Verdacht, ein islamistischer Terrorist zu sein, der in Nordrhein-Westfalen vor Gericht steht, Munir J hat sich offiziell bei den deutschen Behörden als Christ gemeldet. Das zeigen die WELT vorliegenden Unterlagen. Die Aufnahme erfolgte Anfang 2017 im Rahmen des Asylverfahrens. Laut Sicherheitskreisen soll es sich bei ihm um einen 32-jährigen Iraner handeln. Fotos, die 2017 in den sozialen Medien gepostet wurden, zeigen ihn mit einer Halskette mit Kreuzanhänger.

Die Ermittler prüfen, wie diese Informationen mit dem mutmaßlichen islamischen Verhalten der festgenommenen Person übereinstimmen. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wirft Munir Jay und seinem 25-jährigen Bruder vor, den islamistisch inspirierten Anschlag geplant zu haben. Demnach wollten sie Gifte – Cyanid und Ricin – beschaffen, “um damit eine unbekannte Anzahl von Menschen zu töten”. Am Sonntag erließ das Amtsgericht Dortmund einen Haftbefehl.

2015 reiste Munir Jay nach Deutschland ein und beantragte Asyl. Im September 2017 wurde ihm schließlich der Schutzstatus zuerkannt. Diese Aufenthaltserlaubnis gilt bis Ende Juli 2023. Die Einleitung des Austritts- und Widerrufsverfahrens wurde 2021 abgelehnt.

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Gleichzeitig hat sich der Terrorverdacht gegen die iranischen Brüder bestätigt. Sie sollen sich ausschließlich mit der Herstellung von Bomben und damit zusammenhängenden Anleitungen befasst haben. WELT hat aus Sicherheitskreisen erfahren, dass es nach Auswertung der beschlagnahmten Beweismittel neue Hinweise gibt.

Sympathie für den Islamischen Staat

Die Ermittler vermuten, dass Munir Jay ein Anhänger der sunnitisch-islamischen Ideologie ist. Er soll in einschlägigen Internetforen aktiv gewesen sein. Staatssicherheitsbeamte prüfen, ob enge Verbindungen zu Terrormilizen wie dem Islamischen Staat (IS) bestehen. Im Iran ist der schiitische Islam Staatsreligion. Sunnitische Muslime und Christen sind in der Minderheit.

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Am Wochenende durchsuchten Spezialeinheiten der Polizei die Wohnung von Munir Jay in Castro-Roxas. Wegen möglicher Giftsignale wurde das Areal großräumig abgesperrt, um einen Anschlag zu planen. In den Wohnräumen wurde jedoch kein solches Material gefunden. Am Montag finden weitere Durchsuchungen in den Garagen in Nordrhein-Westfalen statt, zu denen die Brüder Zugang haben.

Das hochgiftige Ricin wird laut Robert-Koch-Institut (RKI) in der Liste der Kriegswaffen unter „biologische Waffen“ geführt. Cyanid ist zudem hochgiftig, schon geringe Mengen sind für den Menschen tödlich.

Munirs ebenfalls festgenommener Bruder Jay wurde im Januar 2019 vom Landgericht Dortmund wegen versuchten Mordes zu sieben Jahren Haft verurteilt. Allerdings durfte der Mann am Wochenende bei seinem Verlobten Jay übernachten. Sein Bruder soll einen großen Ast von der Brücke auf die A45 geschleudert haben. Wegen seiner Sucht wurde der Asylbewerber nach Verbüßung der Haftzeit zunächst zur Behandlung in eine Suchtklinik in Hagen verlegt.

Mitarbeit: Lennart Fahler

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Quelle: AFP, AFP/AFP/Saul Loeb

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