Benjamin Pavard: Französischer Weltmeister mit Format – Fußball

Weltmeister, Top-Favorit, Star-Ensemble. Frankreich beginnt am Dienstagabend in Katar seine Titelverteidigungsmission gegen Australien. Mit von der Partie: Ex-Stuttgarter Benjamin Pavard.

Am 30. Juni 2018 sicherte sich Benjamin Pavard seinen Platz in der französischen Fußballgeschichte. Frankreich liegt im WM-Achtelfinale mit 1:2 hinter Argentinien und Superstar Lionel Messi. Nicolas Tagliafico parierte in der 57. Minute die Flanke von Lucas Hernandez. Der Ball kommt genau in die vordere Hälfte des Sechzehners, direkt in den Lauf von Benjamin Power. Da traf der VfB-Verteidiger den Ball perfekt mit dem Außenfuß. Sekundenbruchteile später trifft Franco Armani den oberen linken Kasten – 2:2. Nach der WM wählten die Fans Powers Traumtor zum „Tor des Turniers“.

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Benjamin Pavard trägt das blaue Trikot und tritt den Ball mit seinem rechten Außenfuß an.  (Foto: IMAGO, Kyodo News)

Pavards Tor bei der Weltmeisterschaft gegen Argentinien wurde 2018 von den Fans zum Tor des Turniers gewählt.


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Kyodo-Neuigkeiten


Kylian Mbappés zwei Tore später im Spiel brachten Frankreich ins Viertelfinale. Knapp zwei Wochen später wurde Equip Tricolor in Moskau zum Weltmeister gekrönt. Benjamin Pavard spielte eine Schlüsselrolle beim Titelgewinn. Nur wenige glaubten, dass der damals 22-Jährige diese Fähigkeit hatte.

Pavard wird als VfB-Spieler einen Stammplatz bei der WM 2018 einnehmen

Das lag zum einen an starker Konkurrenz in der Nationalmannschaft und zum anderen spielte Pavard während seiner Zeit in Stuttgart hauptsächlich als Innenverteidiger, während ihn Bundestrainer Didier Deschamps als Rechtsverteidiger einsetzte. Sechsmal kam Pavard in Russland zum Einsatz – immer über die volle Distanz. Deschamps verschaffte ihm erst im abschließenden Gruppenspiel in Dänemark eine Verschnaufpause. Die Franzosen haben sich bereits für das Achtelfinale qualifiziert.

Dank seiner beeindruckenden Leistungen bei der WM wurde dem Rechtsfuß vor dem Viertelfinal-Duell gegen Uruguay von seinen Mitspielern der Song „On a Pavard“ zugesprochen.

Von Lille nach Stuttgart

Als der VfB am 30. August 2016 die Verpflichtung von Pavard offiziell bekannt gab, spielte Stuttgart erstmals seit 41 Jahren wieder in der zweiten Liga. Der 1,86 Meter große Verteidiger soll dabei helfen, die Revival-Mission zu lenken.

Der damals zuständige VfB-Sportdirektor Jan Schindelmeijer holte Pavard vom OSC Lille an den Neckar und hatte die richtige Prognose für die weitere Karriere des Talents: „Wir glauben, dass er große Fortschritte machen kann.“ Die Ablösesumme beträgt fünf Millionen Euro. Viel Geld für einen Verein, der gerade abgestiegen ist.

Im ersten Jahr kam der in Maubeuge geborene Verteidiger auf 21 Einsätze. Nach seinem Wiederaufstieg in die Bundesliga 2017 spielte Pavard in der Saison 2017/2018 in allen 34 Spielen 90 Minuten. Der Franzose gab am 10. November 2017 sein Länderspieldebüt.



Benjamin Pavard kniet und jubelt.  Er trägt ein weißes Trikot und zeigt mit beiden Händen nach links.  (Foto: IMAGO, DeFodi)

Benjamin Pavard spielte von 2016 bis 2019 für den VfB Stuttgart.


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Defee


Bayern schlägt

Pavard spielte ein weiteres Jahr beim VfB, einen zweiten Abstieg in drei Jahren konnte der Verteidiger aber nicht verhindern. Nach der Saison 2018/2019 verließ Pavard die Schwaben. Dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von 35 Millionen Euro wechselte der Franzose zum FC Bayern München. Dort konnte er ein Jahr später den nächsten großen Titel feiern, als die Bayern unter dem heutigen Bundestrainer Hansi Flick die Champions League gewannen.

Doch Pavard hat in den vergangenen Jahren nicht nur die Sonnenseiten des Fußballlebens kennengelernt. Im September gab er der französischen Tageszeitung Le Parisien ein Interview über Depressionen. Er gibt vor, seine Probleme vor anderen zu verbergen. Während der Corona-Epidemie hatte Pavard keinen Kontakt zu anderen Menschen und die Einsamkeit traf ihn hart.

Der heute 26-Jährige äußert sich sehr offen zu seiner psychischen Gesundheit. Psychische Erkrankungen sind noch immer ein offenes Tabu. Berühmte Fußballer wie Benjamin Pavard tragen dazu bei, das Bewusstsein in der Gesellschaft zu schärfen.

Frankreich ohne Benzema

Strom ist jetzt in Ordnung. Auch als Mensch lernte er viel aus Situationen. In München war er noch Stammspieler und Deschamps zählte auf seinen Verteidiger für die Titelverteidigungsmission in der Nationalmannschaft. Schon vor Beginn des Turniers wurde es für die Franzosen schwieriger. Ballon d’Or-Gewinner und Weltklasse-Stürmer von Real Madrid, Karim Benzema, fällt verletzungsbedingt aus. Weder Christopher Nkunku, Paul Pogba noch N’Golo Kante werden in Katar spielen.

Frankreich hat immer noch berechtigte Hoffnungen auf den Gewinn der Weltmeisterschaft. Immerhin sind Spieler wie Kylian Mbappé oder Antoine Griezmann im Team – und der Ex-Stuttgarter powert.

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