Activision-Übernahme durch Microsoft soll verhindert werden | Freie Presse

Die US-Wettbewerbsaufsicht will die bisher größte Übernahme von Microsoft blockieren. Ein 69-Milliarden-Dollar-Buyout des Videospielentwicklers Activision Blizzard steht auf dem Spiel.

Washington.

Die US-Handels- und Verbraucherschutzbehörde (FTC) hat Klage gegen die Übernahme des Videospielanbieters Activision Blizzard durch den Softwareriesen Microsoft eingereicht. Die Übernahme von bis zu 69 Milliarden Dollar (65,4 Milliarden) werde Microsoft große Marktmacht verschaffen und Wettbewerbern im Gaming-Geschäft wie Xbox schaden, teilte die FTC gestern in Washington mit.

Die Unternehmen genehmigten Milliardenverträge. „Wir begrüßen die Gelegenheit, unseren Fall vor Gericht zu bringen“, sagte Microsoft-CEO Brad Smith in einer Erklärung gegenüber US-Medien. Sein Team habe weiterhin “absolutes Vertrauen” in die Verwaltung. Vom ersten Tag an hat Microsoft das Wettbewerbsthema angesprochen und der FTC Platz gemacht.

Auch Lesen :  Aldi Nord: Öffnungszeiten ändern sich ab nächster Woche

Microsoft und Activision Blizzard gaben im Januar einen Mega-Deal bekannt. Microsoft will beliebte Videospiele von Activision Blizzard wie „Call of Duty“, „Overwatch“ und „Candy Crush“ schützen. Ein Softwareunternehmen, das auf der Xbox-Plattform operiert, hat bereits andere Spielefirmen mit berühmten Namen wie „Doom“ und „Minecraft“ unter seinem Dach und wird seine Marktposition bis heute am meisten durch Zukäufe stärken.

Auch Lesen :  Fischerei - Bedroht: Umweltschützer drängen auf mehr Aal-Schutz - Wirtschaft

Arbeiten unter starkem sozialem Druck

Der Deal wurde zu einem Zeitpunkt vereinbart, als Activision Blizzard unter öffentlichem Druck stand, einschließlich Vorwürfen von Diskriminierung und Belästigung. Obwohl CEO Bobby Kotick vielfach kritisiert wurde, blieb er zunächst in der Zentrale des Spiels.

In Bezug auf den FTC-Fall sagte Kotick in einem von Bloomberg berichteten Mitarbeitermemo: „Ich glaube, wir werden diese Herausforderung gewinnen.“

Auch Lesen :  Still Standing auch nach 117 Jahren

Experten rechnen nicht damit, dass der Widerstand der FTC überhand nimmt. Der Milliarden-Deal wird auch von den Wettbewerbsbehörden in Großbritannien und der Europäischen Union unter die Lupe genommen. Noch im November hatte die EU-Kommission Befürchtungen geäußert, dass die Übernahme Microsofts Zugang zu Spielen für ihre Konkurrenten einschränken und trösten könnte. Auch die Arbeitsbedingungen können sich dadurch verschlechtern. (dpa)

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button